(pcp-wm) Mitte April erschien die nächste Ausgabe dieses wohl weltweit umfangreichsten Magazin für Philatelie- und Literaturgeschichte. Dieses Mal mit einem Umfang von nahezu 500 Seiten! Zwei pdf-Dateien sind kostenlos digital auf www.philahistorica.de herunterzuladen.

Schwerpunkt ist eine 150seitige Studie von Hans-Peter Garcarek zur Geschichte der bislang fast unbekannten Philatelistenfamilie Zschiesche, die mit Teil 3.1 weitergeführt wird. Es ist faszinierend zu sehen, wie der Autor meist völlig in der Philatelie unbekannten Primärquellen nachgespürt hat und es ihm dabei gelungen ist, nicht nur die Alben- und Kataloggeschichte der Familie Zschiesche, sondern auch die zahlreicher anderer früher deutscher Verleger detailliert zu beleuchten. In diesem Umfang und in dieser Genauigkeit resp. der Datenfülle gab es das bisher noch nie.
Gerhard Lang-Valchs beschreibt das „neue Leben“ eines durchaus bekannten Fälschers, nämlich Engelbert Fohl. Auch er wartet mit bislang völlig unbekannten neuen Erkenntnissen auf. Gleiches gilt für zahlreiche Beiträge von Dr. Marc Kessler, die sich speziell mit Entwürfen, Essays und Skizzen von Max Bitroff, Egon Falz, Rudolf Gerhardt und Leon Schnell beschäftigen. Wolfgang Schneider führt mit Folge 11 seine erfolgreiche Serie zu „Deutschlands Briefmarkenkünstlern“ fort.

Mit weiteren nahezu 200 Seiten stellt PHILA HISTORICA 1/2021 erneut die Neueingänge bei den großen deutschen Philatelistischen Bibliotheken vor, aber auch einige Rezensionen aus der Feder von Dr. W. Leist. Alles in allem sicherlich eine Fülle von Informationen für jeden, der an solchen Themen interessiert ist.