(pcp-wm) Jeder, der häufiger bei verschiedenen Auktionsfirmen Lose ersteigert, kennt die Vielfalt der zuweilen fast schon kryptischen Rechnungen und der den Losen beigegebenen Loskarten (falls es diese überhaupt gibt). Finanzämter stellen sich nicht selten quer, wenn Berufsphilatelisten ihre Einkäufe nur mit Rechnungen nachweisen wollen, die nichts anderes als die Angabe von Losnummern und Zuschläge enthalten. Sie wollen wissen, wofür das Geld konkret ausgegeben wurde. Dies wollen auch viele Sammler, denn auch für sie sind Nachweise dieser Art von Interesse, spätestens dann aber für die Erben, wenn sie Erworbenes wieder zur klingenden Münze machen wollen. Eine Firma, die beispielhaft vormacht, was möglich ist, ist das Auktionshaus Veuskens in Hildesheim. Nicht nur, dass zu jedem Los eine sog. Loskarte im Format A5 mitgeliefert wird, enthält diese Karte auch die vollständige Objektbeschreibung, Michel-Nummern und das Land, unter dem sie im Auktionskatalog aufgeführt wurde. Nicht zu vergessen der Ausrufpreis, den Zuschlagpreis kann man selbst vermerken (diese Karten wurden ja vor der Auktion gedruckt). Moderne Software macht dies leicht möglich, ebenso eine Rechnungsstellung, die all diese Angaben – nun natürlich auch mit Zuschlagsangabe – enthält. So weiß man selbst, weiß aber auch das Finanzamt oder die späteren Erben, wofür das Geld ausgegeben wurde. Eben nicht für drei Eintrittskarten zu einem Fußballspiel, sondern für einen hübschen Beleg. Natürlich ist das Hildesheimer Auktionshaus nicht das einzige, das Loskarten mit vollständigem „Klarlese-Text“ liefert. Da gibt es im In- und Ausland noch weitere. Aber es ist – soweit dem Autor bekannt – die einzige Firma, die auch solche Rechnungen mit vollständiger Information bietet. Sollte dieses Beispiel nicht ebenfalls Schule machen?