(APHV/pcp-wm) Bezieht man den Vorstand um Wolfgang Lang, Stefan Jopke, Thomas Gompf, Stefan Lutter und Michael Maassen sowie Geschäftsführer Thomas Brückel mit ein, dann waren es insgesamt nur neun Personen, die „leibhaftig“ den Weg zum Kölner Hotel gefunden hatten. Dank Vertretungsvollmachten waren zwar „virtuell“ weitere elf Mitgliedsfirmen präsent, letztlich repräsentierten 20 Stimmen aber auch nur einen sehr kleinen Teil des Verbandes.

Vertreter der Verbände BDB, BDPh und BPP hatten coronabedingt abgesagt, legten aber Wert darauf, dass dies nur der aktuellen Situation geschuldet sei und wünschten per digitaler Grußadresse der Veranstaltung einen guten Verlauf. Diesen nahm sie tatsächlich, denn in gut zwei Stunden waren die üblichen für solche Verbandsregularien vorgeschriebenen Punkte schnell abgehandelt. Die jährliche Bilanz trug Stefan Lutter vor. Unter dem Strich schloss die Bilanz zwar mit einem Minus von gerundet 12.300 Euro ab, allerdings – das machte Präsident Wolfgang Lang deutlich – war die Entwicklung deutlich besser gewesen als sie auf dem Papier aussah. Denn für erforderliche Abmahnungen sei der Verband mit ca. 18.000 Euro in Vorleistung getreten, die in den kommenden Jahren wohl wieder an den APHV zurückfließen. Der APHV sei also noch mit einem kleinem „blauen Auge“ durch die Zeit gekommen.

Dass ordentlich gewirtschaftet und Buch geführt wurde, attestierten die Kassenprüfer. Einstimmige Entlastung des Vorstandes (bei Enthaltung in eigener Sache) war die konsequente Folge. Gute Gründe für die zuweilen im Raum stehenden Forderungen nach Beitragserhöhungen gab es dieses Mal nicht.

Eine angekündigte Satzungsänderung ging glatt und schnell durch, Anträge an die Mitgliederversammlung gab es keine, so dass man reichlich Zeit hatte, entspannt und engagiert zwei Schwerpunkte locker zu diskutieren: Zum einen die künftige Messe-Entwicklung, bei deren Diskussion durchaus deutlich wurde, dass es spürbaren Bedarf für publikumsnahe Messen gibt, vielleicht auch neuer Konzepte bedarf, zum zweiten der Wunsch nach einer weiteren Marktplatz-Plattform im Internet, die APHV-Mitglieder unabhängiger von etablierten Anbietern wie z.B. eBay macht, die primär durch restriktive Änderungen bei doch nennenswerten Kosten auffallen. Die Diskussion endete ergebnisoffen, was sicherlich in den momentan schwierigen Zeiten auch keinen überraschte. Allerdings machten einzelne Beiträge auch sehr deutlich, dass gegen frühere Trends Sammler wieder ihr Hobby aufnehmen, neue Kunden in nennenswerter Zahl gerade über das Internet zu registrieren sind und so manche Ware, die bislang als nahezu unverkäuflich galt, wieder unverhofft Abnehmer findet.

Foto: Eine Ausnahme-Versammlung in Corona-Zeiten. (Vorlage: Wolfgang Maassen)