(Wiesbaden) Die internationale Ausstellung STOCKHOLMIA 2019 war reich an Höhepunkten. Mit der Herausgabe von insgesamt neun hochklassigen Büchern, trug das Global Philatelic Network maßgeblich dazu bei. Gleich fünf neue Titel der EDITION D´OR sowie zwei aus der Reihe EDITION SPÉCIALE bieten von nun an Einblicke in herausragende Kollektionen. Die außergewöhnlichen Biografien der Sammler-Autoren, welche zum Teil persönlich in Stockholm anwesend waren, geben den Büchern eine ganz persönliche Note.

EDITION D´OR

So zum Beispiel Pablo Reim, der zur Präsentation seiner mit Großgold prämierten Sammlungen Argentinien 1867–1887“ (EDITION D´OR Band 54) und Brasilien – Dom Pedro Ausgaben 1866–1878“ (EDITION D´OR Band 55) eigens aus Südamerika angereist war. Die Sammlungen des bekannten Philatelisten – nur zwei von vielen (!) – sind ein Sinnbild seiner Kompetenz und philatelistischen Fähigkeiten. Wohl nur wenige Sammler sind in der Lage, derart umfassend und kenntnisreich vergleichbare Kollektionen aufzubauen. Deren Dokumentation ist für die Philatelie von unschätzbarer Bedeutung.

Das einmalige Lebenswerk und zugleich eine einzigartige Kollektion dokumentiert Band 56 der EDITION D´OR, welcher den Titel „Griechenland – Kleine Hermesköpfe 1886-1901 – Die Anestis Karagiannidis Sammlung“ trägt. Eine traditionelle Sammlung im wahrsten und besten Sinne des Wortes, bieten sich dem Betrachter zahllose Unikate und Seltenheiten. Das Werk darf als wegweisendes Handbuch für jeden gelten, der sich näher mit diesen Ausgaben beschäftigt.

Wahrlich außergewöhnlich präsentiert sich Band 57: „Taubenpost – Die Lutz König Sammlung“. Das seit 2006 vielfach mit Groß-Gold und Grand Prix ausgezeichnete Thematik-Exponat beeindruckt mit seiner Vielseitigkeit ebenso wie mit der Seltenheit und Werthaltigkeit. Es ist nicht nur unterhaltsam, im wohlverstandenen Sinne auch bildend. Eine Sammlung, die man gesehen haben sollte – nun hat jeder vergleichsweise leicht die Möglichkeit dazu.

Auch mit Band 58: „Markenausgaben privater Schifffahrtsgesellschaften bis 1900 – Die Jan Berg Sammlung“ bestätigt die EDITION D´OR-Buchreihe erneut ihren Anspruch, die bedeutendsten Briefmarken-Sammlungen unserer Zeit zu dokumentieren. Wohl kaum eine vergleichbare Sammlung der Markenausgaben aller (!) privaten Schifffahrtsgesellschaften vor 1900 dürfte existieren, geschweige denn an diese heranreichen. Jan Berg hat das scheinbar Unmögliche vollbracht und der Betrachter kann angesichts des Gebotenen nur Staunen. Die Kollektion selbst wurde seit 2010 sieben Mal mit Gold, von 2015 bis 2018 sechsmal mit Groß-Gold und zweimal in Skandinavien mit einem Grand Prix ausgezeichnet.

EDITION SPÉCIALE

Mit dem Werk „Tierra del Fuego 1891 & Chacokrieg 1932-1935 – Die Brian Moorhouse Sammlungen“ ist ein weiterer Titel der EDITION SPÉCIALE erschienen, der sich nahtlos in die Reihe außergewöhnlicher Sammlungsdokumentationen einfügt. Als Händler, Prüfer, Experte und Publizist war Brian Moorhouse für Jahrzehnte eine internationale Größe und weltweit geschätzt. Weniger bekannt war seine eigene Sammelleidenschaft so mancher Gebiete, zu denen er allein 14 Exponate erstellte, die teils mit hohen Auszeichnungen und Würdigungen in die Geschichte der Philatelie eingingen. Zwei davon werden in diesem lesenswerten und umfangreichen Dokumentationsband vorgestellt.

 

Die zweite EDITION SPÉCIALE Neuerscheinung „Kap der Guten Hoffnung – Die “BESANÇON” Sammlung“ spiegelt die Faszination der weltbekannten „Kap-Dreiecke“. Form, Gestaltung und Druckausführung dieser Briefmarken, die ab 1853 herausgegeben wurden, haben wesentlich zu ihrer bis heute ungebrochenen Beliebtheit beigetragen. Dies belegt auch das vorliegende Werk, welches einem traditionellen Sammelansatz folgend die einzelnen Serien und Ausgaben in all ihrer Schönheit auf einmalige Weise dokumentiert.

Neue Standardwerke: Handbücher der Extraklasse

Last, but not least sind noch zwei Publikationen zu erwähnen, die nicht nur aufgrund ihres Umfangs für Aufsehen gesorgt haben. Das Werk „Die Österreichische Post in der Levante“ von Werner Schindler nimmt sich auf 564 Seiten (!) der Geschichte ebenso wie der Postgeschichte der österreichischen Levante an. Entstanden ist ein historisch-philatelistisches Grundlagenwerk, das eine perfekte Mischung aus umfassenden Informationen in Verbindung mit postgeschichtlich interessanten, wertvollen und attraktiven Belegen bietet. Im Stil der „Social Philately“ werden zudem zeitgenössische Illustrationen aller Art integriert und das Sujet um originale Quellentexte, Karten, Gemälde von Personen, Fotos und so manches mehr erweitert. Dieses Buch ist kein Kompendium, also kein kurzgefasstes Lehrwerk, es ist eine Enzyklopädie der Österreichischen Post und des Habsburger Anspruches in der Levante, – ein Werk, das es in dieser Form und in ihrem Gehalt bislang noch nicht gab.

Ein bahnbrechendes Kompendium wurde mit dem fünf- bzw. sechsbändigen Handbuch „Danish Postal History 1875–1907“ von Henrik Mouritsen im Rahmen der STOCKHOLMIA 2019 vorgestellt. Das in einer Standardausgabe (fünf Bände, 2.000 Seiten) sowie einer limitierten Luxusedition (sechs Bände, 2.400 Seiten) erschienene, zweisprachige Werk ist das Ergebnis von zwei Jahrzehnten intensiver Forschung. Henrik Mouritsen, ein anerkannter Wissenschaftler und Universitätsprofessor, hat weder Kosten noch Mühen gescheut, die Postgeschichte seit dem Beitritts Dänemarks zur UPU 1875 bis zum Jahr 1907 in all seinen Facetten systematisch aufzuschlüsseln und philatelistisch darzustellen. Hierbei hat der Autor zu Forschungszwecken überwiegend Primärquellen ausgewertet, die ihm dabei geholfen haben, die Komplexität des Themas korrekt zu erfassen. Dieses Handbuch kennt wahrlich keine Vergleiche. Das Buch eignet sich nicht nur für den Dänemark-Sammler. Durch den Aufbau kann jeder UPU Sammler Verträge auswerten und Tarife nachvollziehen. Es wird hiermit der Standard eines philatelistischen Forschungswerkes resp. Handbuchs neu definiert.

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