(wm-AIJP/pcp) Wohl jedem Philatelie-Funktionär internationaler Verbände und Ausstellungen ist der Rumäne Alexandru Bartoc sicherlich schon einmal über den Weg gelaufen. Er ist auf nahezu jeder FIP-/FEPA-Ausstellung präsent, stets dabei bemüht, Neues über die Geschichte der Ausstellungen aufzuspüren, um dies zu dokumentieren und originale Artefakte der Nachwelt zu erhalten. Ausstellungskataloge, Medaillen, philatelistische Belege und Souvenirs sammelt er seit vielen Jahren. Weltweit recherchierte er quer über alle Kontinente nach Daten und Fakten, die mit solchen Großveranstaltungen in Verbindung stehen. Nur wer weiß, wie schwierig es ist, allein die jeweiligen Grand Prix-Gewinner einer früheren Veranstaltung ausfindig zu machen (denn diese sind in den Palmarès nie abgedruckt!), weiß um die Schwierigkeiten und den Aufwand, dies herauszufinden. Nun hat Bartoc mit Unterstützung seines Sohnes und des Architekten Ion Chirescu, die zusammen auch für das „Museum of Romanian Records“ verantwortlich zeichnen, das 2018 eröffnet wurde, dazu ein 242 Seiten starkes Buch vorgelegt. In diesem bieten sie eine Übersicht über die Geschichte dieser FIP-Ausstellungen, die danach dann einzeln mit je einer Farbseite mit ausgewählten Produkten philatelistischer Art, also ihren Katalogen und Medaillen etc., näher dokumentiert sind.

In gewisser Weise ist dieses Buch damit eine Art Archiv-Katalog, denn die Originale sind heute im erwähnten Museum von Chirescu zu finden. Es ist weltweit das bedeutendste Museum, in dem ein privater Besitzer nun auch der Geschichte der FIP einen großen Raum eingeräumt hat. Sind schon so manch frühe Ausstellungskataloge sowie Palmarés kaum zu finden, dann gilt dies umso mehr für die Medaillen der jeweiligen Veranstaltung. Die aufgeführten Namen der Grand Prix-Gewinner erinnern an bedeutende Philatelisten zu ihrer Zeit, aber es gibt auch Überraschungen. Zum Beispiel auf Seite 13, auf der die LIPHINPREX 1935 in Brüssel vorgestellt wird. Kaum einer wusste bisher, dass dies die 1. Philatelistische Literaturausstellung der Welt mit FIP-Patronat war! Bartoc fand es heraus!

Wenig mit der Materie befasste Leser werden die Bedeutung dieser Sammlung sowie des Buches nicht hoch genug einschätzen können, aber Philateliehistoriker wissen darum. Interessenten können sich an Alexandru Bartoc <fundatiabartoc@gmail.com> wenden.