(wm-pcp) Am 27. November 2021 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des APHV statt, dieses Mal im Hotel Begardenhof in Köln. Natürlich pandemiegerecht in einem großen Raum, in dem die 15 Mitglieder und Gäste reichlich Platz hatten. Der 2G-Status war bereits zuvor geprüft worden, wurde aber im Hotel noch einmal gegengescheckt. Der Bund Deutscher Philatelisten ließ sich durch den Vorstand Konrad Krämer vertreten, der der Versammlung die herzlichsten Grüße des BDPh ausrichtete und in seinem Schlusswort später die gute Zusammenarbeit mit dem APHV besonders herausstellte.

So manch einer hatte den Weg nach Köln nicht gefunden. Nicht nur Entfernungen, sondern auch Vorsicht angesichts der Pandemie ließ nicht wenige altvertraute Gesichter fehlen. Das hinderte Präsident Wolfgang Lang aber nicht, die Tagung zügig und straff zu leiten, wobei nicht nur sein Rechenschaftsbericht, sondern besonders die Berichte des Geschäftsführers Stefan Lutters im Vordergrund standen. Lutter gab einen Rückblick auf die letzten mehr als 30 Tage seines Vorgängers Thomas Brückel Ende 2020, auf seine eigene Einarbeitungszeit, die Brückel und dessen Frau Marianne engagiert begleitet hatten und dann auf sein erstes Jahr 2021, das – wie man dem im APHV-Magazin abgedruckten Bericht – so manch spannendes und schwieriges Thema für ihn und den Vorstand bereithielt. Thomas Brückel – er war selbst anwesend – verabschiedete sich damit endgültig vom APHV. 37 Jahre, seit 1984, war er für den Händlerverband tätig gewesen, hatte Höhen und Tiefen miterlebt und so manches geschickt und umsichtig in die Wege geleitet. Nun sei er mit dem Verband alt geworden und das Gefühl, die Arbeit habe ihm doch immer auch viel Freude gemacht, überwiege. Der Beifall der Versammlung bestätigte seine Einschätzung und viele wünschten ihm und seiner Frau entspannende Tage in der Dominikanischen Republik.

Der „Herr der Zahlen“, Stefan Lutter, konnte insgesamt nur Erfreuliches berichten. Entgegen ursprünglicher Erwartung eines leicht fünfstelligen Minus habe der Verband 2020 ein Plus von gut 10.000 Euro als Gewinn eingefahren. Der Haushalt sei solide finanziert und auch für 2021 seien wohl kaum unangenehme Überraschungen zu erwarten. Im Gegenteil, was denn auch den Vorstand veranlasst habe, das früher häufig heiß diskutierte Thema einer Beitragserhöhung erst gar nicht auf die Tagesordnung zu setzen. Da sich auf der Einnahmenseite der Beiträge sowie des Erlöses aus dem Paketmarkenverkauf keine nennenswerten Verschiebungen ergäben, seien Erhöhungen nicht nötig. Glücklicher APHV, denn das sieht bei vielen anderen Verbänden anders aus.

Carl Buhr verlas den Bericht der Rechnungsprüfer und bestätigte Lutter und dem Vorstand eine ordnungsgemäß nach den gesetzlichen Bestimmungen durchgeführten Jahresabschluss und beantragte dementsprechend Entlastung, die von den stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig erteilt wurde. Ebenso einstimmig – bei Enthaltung in eigener Sache – wurde dann, fast schon im Schnellverfahren und per Akklamation, der gesamte Vorstand neu gewählt. Für den ausgeschiedenen ehemaligen Vizepräsidenten des APHV, Stefan Lutter, rückte Michael Maassen (Phil*Creativ GmbH) auf diese Position und dessen freiwerdenden Beisitzerplatz übernahm Dr. Frank Schneider (SAFE). Die vier anderen bisherigen Vorstandsmitglieder – Wolfgang Lang (Präsident), Stefan Jopke (Vizepräsident), Hans W. Hohenester (Beisitzer) und Thomas Gompf (Beisitzer) – wurden in ihren Ämtern für weitere fünf Jahre ebenso einstimmig bestätigt.

Ein Erinnerungsfoto nach der Veranstaltung mit den noch anwesenden Vorstandsmitgliedern und Gästen.

Es gab keine weiteren Kandidaten, die sich zur Wahl gestellt hatten, aber der einhellige Beifall bestätigte Lang und seinen Mitstreitern, dass man mit der geleisteten Arbeit in den letzten Jahren sehr zufrieden war. Es gab keine nervigen Diskussionen, keine Profilneurotiker, die ihren Auftritt suchten, eben nur einhellige Zustimmung, was Präsident Lang scherzhaft mit der Erwähnung ehemaliger DDR-Zeiten kommentierte, in denen es die Volkskammer auch stets auf Zustimmungen im 90prozentigen Bereich brachte. Hier waren es gar 100! Ähnlich einstimmig wurde dann auch der Haushaltsplan 2021 angenommen.

Anträge an die Mitgliederversammlungen lagen nicht vor. Über den Rahmenvertrag zum Paketmarkenbezug berichtete Wolfgang Lang, informierte aber auch bereits einen Tag später ein weiterer Newsletter des APHV. Resümee: In gerade einmal zwei Stunden wurde die Tagung locker, informativ und dennoch fundiert abgewickelt, eben der Satzung konform. Trotz der gesellschaftlich schwierigen Gesamtlage zeigte der APHV sich bestens aufgestellt und konnte auf eines seiner erfolgreichsten Jahre zurückblicken, in dem es – gerade auch 2021 – gelungen war, selbst die schwierigsten Themen zu bewältigen. Das war nicht immer so der Fall und deshalb war es in diesem Jahr noch mehr ein starkes Zeichen der Harmonie, des Zusammenhalts, das die Tagung des APHV in Köln auszeichnete.