(pcp/wm) Mit einer kleinen 84-Seiten-Broschüre tritt die neue MICHEL-Reihe „mehrWissen“ an den Start. Band 1 ist dem Thema „Gelblinge“ gewidmet. Der Untertitel „Die Klassifikation der Österreichischen Korrespondenzkarten P1 – P 24“ klärt auf, was damit gemeint ist, also die seit dem 1. Oktober 1869 erstmals von einer Postdirektion herausgegebenen „Correspondenz-Karten“. Deren Auflage dürfte „einige 10 Millionen“, so der Verfasser Franz Breitwieser, betragen haben, drei Monate nach Einführung waren bereits 2,75 Millionen solcher Korrespondenzkarten verkauft. Ständige Nachdrucke waren erforderlich, bei denen es aber infolge der Abnutzung der Druckstöcke zu Abweichungen kam. Entsprechend viele kleine Unterschiede konnte bereits Siegfried Ascher 1929 registrieren. Ascher listete in seinem „Großen Ganzsachenkatalog“ neben den Haupttypen der fünf Ausgaben auch 75 Untertypen, mit denen er versuchte, diese Karten zu systematisieren, nach Sprachen, aber auch nach Eckverbindungen und Varianten des inneren Zierrahmens. Mittlerweile wurden weitere 29 Untertypen gefunden, die allerdings in den bekannten Handbüchern und Spezialkatalogen von Österreich bisher keinen Eingang gefunden haben. Diese Neuentdeckungen sind in diesem informativen Bändchen von Franz Breitwieser genauestens beschrieben und bildlich dargestellt, wobei der Leser es sicherlich zur leichteren Identifikation begrüßen wird, dass Abweichungen jeweils mehrfach vergrößert hervorgehoben wurden. Ebenso willkommen dürften neuere Forschungsergebnisse zum Druck, zu Auflagezahlen, aber auch zu bislang belegten ersten Verwendungsdaten der Untertypen sein.

Format DIN A5, 84 Seiten, zahlr. Farbabb., broschiert, VP: 14,80 Euro. ISBN 978-3-95402-234-2. Bezug: www.michel.de