(wm) Wie die „Times“ am 4. Oktober 2016 berichtete, sind bei dem namhaften englischen Briefmarkenhaus Stanley Gibbons in London dunkle Wolken am Himmel aufgezogen. Offenbar gab es in den Büchern Unstimmigkeiten, die nun als „fundamentaler Irrtum“ bezeichnet werden, weil Verluste von 29 Millionen Brit. Pfund nicht ausgewiesen waren. Dies lasse berechtigten Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Hauses entstehen, denen man aber begegnen will. Bereits vor einem Jahr hatte es verschiedentlich Gewinnwarnungen gegeben: der Umsatz war um 15 Prozent eingebrochen, zumal sich der „Marktplatz“ (Marketplace), eine Art Auktionsplattform im eBay-Stil, nicht als gewinntragend erwies und geschlossen werden musste. Auch Investitionen in eine 150 Jahre alte Kunsthandlung und andere Firmen (Bloomsbury) hätten die Erwartungen nicht erfüllt. Der Wert der Firmenaktien, der im Februar 2014 bei 378 p gelegen haben soll, wurde nun in der „Times“ mit 11 ¾ p angeben, so dass der Wert der Firma gerade einmal oberhalb von 20 Millionen Brit. Pfund läge.