(pcp-wm) Es bedurfte dreier Telefonbieter, einer halben Stunde und dann stand ein für viele unglaubliches Ergebnis im Raum: 8,1 Millionen Euro für den Einladungsbrief zum Ball der Lady Gomm aus Mauritius, frankiert mit der One Penny Post Office-Marke von 1847. Der Ausruf von vier Millionen Euro, den so manch einer bereits hoch angesetzt fand, wurde mehr als verdoppelt. Zu dem Zuschlag sind noch 23,8% Aufgeld und eine Losgebühr von 2 Euro zu addieren, so dass der Käufer unter dem Strich 10.027.802 Euro auf den Tisch des Hauses blättern muss. Dies ist der höchste Preis, der je für ein philatelistisches Objekt, in diesem Fall einen Brief, bezahlt wurde.

Der Käufer wurde nicht genannt, es soll sich aber dem Vernehmen nach um einen „deutschsprachigen Europäer“ handeln. Der Brief bleibt also in Europa. Mit dem Resultat übertrifft der Ball-Brief deutlich den Zuschlag der erst jüngst von Sotheby’s in New York versteigerten 1c British Guiana von 1856. Denn diese erzielte dieses Mal „nur“ 9,5 Millionen Dollar (ca. sieben Millionen Euro). Vikramm Chand hatte 2006 den Brief von dem Auktionator David Feldman erworben und ihn für vier Mio Dollar versichern lassen. Der genaue Kaufpreis ist nicht bekannt. Sofern diese Angaben zutreffen, hätte er (im Gegensatz zu Stuart Weitzman und dessen 1c Brit. Guiana einen guten Gewinn gemacht.

Auch das Ergebnis für den seit 43 Jahren erstmals angebotenen Brief mit der 2 Pence POST PAID vom 7. September 1848 konnte mit einem Zuschlag von 310.000 Euro überraschen. Inklusive Aufgeld kostete dieser Brief über 380.000 Euro!