(ok/wm) Der MICHEL Mitteleuropa 2019 ist eine Premiere. Als erster Band der Europareihe wurde er vom Schwaneberger Verlag mit seiner neuen Philatelistischen Datenbank (PDB) produziert. Nach fünf Jahren Entwicklungszeit konnte man nun die Früchte ernten. Rein äußerlich kann man die Veränderung an dem überarbeiteten Layout erkennen, das nun noch leserfreundlicher sein wird. Auffällig ist dies beispielsweise bei den Kolumnentiteln (den Kopfzeilen auf jeder Seite). Sie bestehen jetzt aus der Abkürzung eines Gebiets, wie sie in allen Verlagsprodukten verwendet wird. Es folgt dann das Land und das Untergebiet, wenn eines betroffen ist. Man liest jetzt also „Österreich Dienstmarken“ und nicht mehr nur einfach „Dienstmarken“ ohne Landesbezeichnung. Als letztes folgt das Ausgabejahr (in Klammern), mit dem eine Seite endet. Dafür wurden die bisherigen Jahresbalken aufgegeben, da das Ausgabejahr jetzt auf jeder Seite steht und nicht mehr erst nach eventuell mehreren Seiten angegeben ist. Auch die Überschriften der Nebengebiete sind deutlicher angegeben, die Strukturierung einzelner Gebiete wurde ebenfalls verbessert. Dazu kommen noch viele weitere Details in der Beschreibung der einzelnen Markenausgaben. Der wahre Gewinn liegt natürlich in der PDB selbst. Aus einem reinen Satzsystem ist eine echte Datenbank geworden, die Stück für Stück zu einer philatelistischen Wissensdatenbank ausgebaut werden soll. Die redaktionelle Bearbeitung verteilt sich über das gesamte Werk. Ein Schwerpunkt lag in der Überprüfung und Aktualisierung der Preisnotierungen. Steigende Handelspreise in der klassischen Periode der Schweiz und Österreichs, dort auch bei Nebengebieten, sind sicher Ausdruck der Attraktivität dieser Sammelgebiete. Aber auch Marken nach der Jahrtausendwende zählen zu den Aufsteigern. Zahlreiche neue MICHEL-Nummern wurden aufgenommen und darüber hinaus viele redaktionelle Veränderungen und Verbesserungen eingefügt. Ungarische Ausgaben der 1960er Jahre erhielten zusätzliche Abbildungen. Bei Liechtenstein konnten für vier Jahrgänge die Auflagezahlen nachgetragen werden. Bei Österreich konnten zwei nicht ausgegebene Marken aus dem Jahr 1960 eingefügt werden. Und der Anhang dieses Landes punktet mit zwei neue Markenkategorien: Sendungsverfolgungsmarken und Dispensermarken. Generell wurden die Erfassungen der Marken dem neuesten Stand der Forschung angeglichen und an vielen Stellen aktualisiert.

Die 104. Auflage dieses Kataloges umfasst 1.440 Seiten und beinhaltet über 17.200 Farbabbildungen sowie ca. 77.000 Preisnotierungen. Der Hardcover-Katalog ist ab dem 31. Mai 2019 zum Preis von 74 Euro im Fach- und Buchhandel erhältlich.