(wm) In der letzten Felzmann-Auktion wurde die mit Großgold prämierte Ausstellungssammlung von Claus Geissler bereits als ein Los angeboten. Allerdings fand sich zum Ausrufpreis von 150.000 Euro kein Käufer. Museen und in Frage kommenden Institutionen – die Vermutung lag für manche nahe – fehlte das entsprechende „Kleingeld“ bzw. dafür nötige Sponsoren. Das Düsseldorfer Auktionshaus hat sich deshalb entschlossen, am 7. März 2019 diese Sammlung zu detaillieren und hierzu unter dem Titel „Das System des Terrors 1933–1945“ einen Sonderkatalog herausgegeben. Mit über 600 Losen post- und zeitgeschichtlicher Belege werden die Zwangslager (Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager) im nationalsozialistischen Deutschland und in den von Deutschland okkupierten Ländern dokumentiert. Zahlreiche Lose erinnern mit ihren Belegen an Haftanstalten und Zuchthäuser, an Zwangsarbeiter oder an die Täterpost des NS-Apparates. Auktionator Ulrich Felzmann empfiehlt in seinem Vorwort, den Katalog auf sich wirken zu lassen, „damit sich in Zeiten des wieder aufkeimenden Faschismus dieses Grauen nicht wiederholt“. Deshalb sei es wichtig, solche Dokumente nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, denn es sind und bleiben Zeugnisse der Geschichte.

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