(gm/pcp) Indische Bronze-, Silber- und Goldnominale ab der Kushan-Zeit, antike Silbermünzen in seltenen Erhaltungen und ein exquisiter Fleißtaler. Das sind nur einige der Top-Stücke aus der Internationalen Herbst-Auktion 167 bei Felzmann am 12. und 13. November 2019. Wer Indien liebt, kommt in diesem Herbst an Felzmann nicht vorbei. Das renommierte Düsseldorfer Auktionshaus offeriert in seiner 167. Auktion Nominale aus Bronze, Silber und Gold ab der Kushan-Zeit (Los 1320–1335). Die qualitätsvollen Stücke wurden von einem indischen Sammler mit viel Fachverstand über Jahrzehnte zusammengetragen.


Die zwei Auktionstage Numismatik beginnen am 12. November 2019 wie gewohnt mit der Antike. Hier bestechen vor allem die antiken Silbermünzen in seltenen Typen und feinen Erhaltungen. Der Kenner wird sich schon jetzt den sehr seltenen Stater mit der Götterbotin Iris im Knielauf aus dem karischen Caunos (Los 19, Ausruf: 5.000 Euro) vormerken. Daneben ziehen zwei Aurei aus der römischen Kaiserzeit alle Blicke auf sich. Der fast vorzügliche Aureus des Gordianus aus der zweiten Emission (Los 106, Ausruf: 3.000 Euro) wird ergänzt durch eine Prägung des Galba (Los 48, Ausruf: 30.000 Euro). In turbulenten Zeiten des Bürgerkriegs in Rom ausgegeben, legt sie beredtes Zeugnis ab von den – erfolglosen – Bemühungen des Kaisers, zu den Werten der als vorbildlich geltenden Vorfahren zurückzukehren.

Das nächste Highlight stammt aus dem Gebiet Deutschland bis 1871. Der Doppeldukat 1685 des Maximilian II. Emanuel (Los 194, Ausruf: 9.000 Euro) zeigt den bayerischen Kurfürsten im geharnischten Brustbild. Verheiratet mit der Enkelin des spanischen Königs Philipp IV., stellte der „Blaue König“ sich gegen Frankreich und die Türken im Krieg gegen das Osmanische Reich und – mit sehr wechselvollem Geschick – gegen Ludwig XIV. im Spanischen Erbfolgekrieg.
Von Bayern geht es dann nach Sachsen. Hier sticht der Taler 1780 von Friedrich August III. besonders heraus (Los 301). Mit seiner hübschen Patina ist das nahezu stempelglänzende Titelstück der Auktion auf 3.500 Euro geschätzt. Als Prämierung „Zur Belohnung des Fleißes“ verliehen, wurden von diesem sogenannten Fleißtaler nicht mehr als 57 Exemplare geprägt.
Ebenfalls sehr selten, besonders in vorzüglicher Erhaltung, ist der prachtvolle Louis d’or à la croix du Saint-Esprit, der mit 3.000 Euro ausgerufen wird (Los 665). Geprägt im Jahre 1719 in Nantes, zeigt er den französischen König Louis XV. als belorbeerte Büste nach rechts.
Mit der gleichen Schätzung kommt eine Medaille der äthiopischen Kaiserin Zauditu zur Versteigerung (Los 1196). Das 1928 in Addis Abeba produzierte Stück erinnert an den Erwerb von vier Flugzeugen aus Frankreich als Grundstock der neugegründeten Luftwaffe des nordostafrikanischen Landes. Freilich handelte es sich beim ersten ausgelieferten Flugzeug nicht, wie auf der Medaille dargestellt, um eine einflügelige Maschine, sondern um eine Potez 25-A2.
Ein historisches Ereignis war der Anlass zur Prägung der 82 mm großen und 444 g schweren Bronzemedaille, die als Los 1552 für 2.500 Euro ausgerufen wird. Sie wurde 1866 zum Jahrestag des Attentats auf den amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln am 15. April 1865 von der American Numismatic and Archaelogical Society, New York, ausgegeben. Die von Emil Sigel geschaffene Medaille zeigt den Präsidenten als Büste mit der Inschrift SALVATOR PATRIAE. Das am 13. November 2019 im Hause Felzmann zur Versteigerung kommende Stück, ist eines von nur 16 Exemplaren, die angefertigt wurden bevor die Prägestempel brachen. Ein anderes Exemplar ist heute im Besitz der ehrwürdigen Lincoln Financial Foundation Collection in New York.
Auf die andere Seite des Globus, nach Asien, führt das nächste Highlight der kommenden Herbst-Auktion. Aus dem China des Kaiserreichs stammt Los 1217, eine kupferne Probe 10 Cents o.J. (1911–1915) aus der Provinz Yunnan. Mit seiner wunderschönen rotbraunen Patina ist das Stück auf 2.200 Euro getaxt. Der Endpreis dürfte deutlich höher liegen, ist doch China unter Fachleuten derzeit ein sehr gefragtes Sammelgebiet.
Wie immer bei Felzmann stehen die Banknoten den Münzen und Medaillen in nichts nach. So auch der sehr seltene 100 Billionen Mark-Schein der Deutschen Reichsbank vom 15. Februar 1924 (Los 1595), Ausruf: 3.800 Euro). Mit seiner Erhaltung EH II wird auch er sicher vielfach beboten werden.
Nur einige Highlights, nur ein kurzer Überblick, aber schon jetzt ist klar: Die kommende Herbst-Auktion bei Felzmann bietet eine reiche Auswahl für wirklich jeden Sammlergeschmack. Interessenten können alle Lose im Internet ansehen unter auktionen.felzmann.de