(ok/pcp-wm) Im Jahr 2017 wurde eine Reihe gestartet, die sich mit den Ausgaben der Kolonialmächte befasst. Sie besteht jetzt aus insgesamt vier Bänden für die französischen, britischen (zwei Bände) und die Kolonialausgaben der anderen europäischen Staaten. Aber auch außerhalb Europas gab es Staaten, die jenseits ihrer Landesgrenzen Besitzungen erwarben. Das sind besonders die Vereinigten Staaten von Amerika, die als Ergebnis des spanisch-amerikanischen Krieges 1898 große Gebiete in der Karibik und im Pazifik erhielten. Daneben war auch Japan seit dem Russisch-Japanischen Krieg 1905 bestrebt, auf dem asiatischen Festland und im Pazifik Gebiete zu erwerben. Schließlich unterhielten Ägypten, Indien und kurzfristig auch Pakistan Postämter im Ausland, die allerdings immer die Marken des jeweiligen Heimatlandes verwendeten, so dass man nur anhand des Stempels die Verwendung im Ausland nachweisen kann. Wie immer entscheidet jeder Sammler für sich, wie umfassend er seine Sammlung anlegen will. Ein Blick auf die Panamakanalzone zeigt, dass sich hier sehr viele Möglichkeiten der Spezialisierung bieten. Der Teil mit den titelgebenden Besitzungen der Vereinigten Staaten von Amerika ist dabei dem MICHEL-USA-Spezial entnommen. Dadurch erhält der Leser hier besonders viele Informationen. Dieser MICHEL-Band beschließt die Beschreibung der Briefmarken der Kolonialzeit, er eröffnet aber auch einen Blick auf einen weniger bekannten Aspekt dieser historischen Periode.

Dieser Katalog mit Festeinband erscheint am 11. Oktober 2019 in 1. Auflage mit einem Umfang von 120 Seiten. Enthalten sind 570 Farbabbildungen und 8 500 Preisnotierungen. Er ist zum Preis von 89 Euro im Buch- und fachhandel erhältlich. ISBN 978-3-95402-308-0