(ok/pcp-wm) Der MICHEL Südosteuropa 2019/2020 ist ein weiterer Band, der mit der neuen Philatelistischen Datenbank (PDB) produziert wurde. Rein äußerlich kann man die Veränderung an dem überarbeiteten Layout erkennen. Auffällig ist dies beispielsweise bei den Kolumnentiteln (den Kopfzeilen auf jeder Seite). Sie bestehen jetzt aus der Abkürzung eines Gebiets, wie MICHEL sie in allen Produkten verwendet. Es folgt dann das Land und das Untergebiet, wenn eines betroffen ist. Man liest jetzt also „Türkei Dienstmarken“ und nicht mehr nur einfach „Türkei“ ohne Angabe des Untergebiets. Als letztes folgt das Ausgabejahr (in Klammern), mit dem eine Seite endet. Dafür wurden die bisherigen Jahresbalken aufgegeben, da das Ausgabejahr jetzt auf jeder Seite steht und nicht mehr erst nach eventuell mehreren Seiten angegeben ist. Auch die Überschriften der Nebengebiete sind deutlicher angegeben, die Strukturierung einzelner Gebiete wurde ebenfalls verbessert. Dazu kommen noch viele weitere Details in der Beschreibung der einzelnen Markenausgaben. Die redaktionelle Bearbeitung verteilt sich über das gesamte Werk. Neue Informationen findet man an vielen Stellen in dem neuen Band. Besonders zu erwähnen ist z.B. Bulgarien, wo viele, auch moderne Blockausgaben nach Typen unterteilt wurden. Neu erfasste Abarten gibt es besonders in Rumänien, was dem Sammler neue Möglichkeiten für den Ausbau seiner Sammlung eröffnet. Griechenland, aber auch verwandte Gebiete wie Samos oder Thrakien zeichnen sich durch Höherbewertungen aus, die besonders die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg betreffen. Diese war im südlichen Balkan eine Zeit des Umbruchs und auch vieler Gebietsveränderungen, deren Briefmarken jetzt von den Sammlern gesucht werden.

Der Katalog erscheint in 104. Auflage, mit Festeinband und 1 376 Seiten, rund 19 000 Abbildungen und etwa 74 000 Preisnotierungen. Er ist ab dem 27. September 2019 zum Preis von 74 Euro im Buch- und Fachhandel erhältlich. ISBN 978-3-95402-971-6