„Literature Summit“ in Wiesbaden mit überwältigendem Erfolg
(wm-pcp) Vom 13.–15. November 2025 trafen sich ca. 80 Literaturbegeisterte zu einem Symposium im Auktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden, um an zwei Tagen den Vorträgen von 20 Referenten zu zahlreichen Aspekten der philatelistischen Literatur, deren Geschichte, aber auch deren Sammelwürdigkeit, Pflege und Bewahrung zu folgen. Die AIJP hatte außerdem zu ihrem Jahreskongress geladen, der am 14. November an gleicher Stelle stattfand. Die Teilnehmer kamen aus 19 verschiedenen Ländern. Darunter drei aus den USA, zwei aus Indien, einer aus Costa Rica und Australien. Deutschland stellte mit 33 Gästen die größte Gruppe, gefolgt von Großbritannien mit 10 Zuhörern, die es leicht hatten, da die Vorträge und Präsentationen in englischer Sprache vorgetragen wurden.
Bestens eingestimmt auf das Event der Versteigerung der einmaligen Tomas Bjäringer-Bibliothek folgten dann am Samstag, den 15. November deren Auktion, die immerhin auch von rund 30 Bietern im Auktionssaal begleitet wurde, sicherlich auch von einer noch höheren Zahl, die online oder per Telefon zugeschaltet waren. Sie mussten sich gedulden, denn infolge der zahlreichen Bieterkämpfe und des nicht immer schnellen Internets dauerte es rund 12 Stunden, bis vieles aus der „PARIS Library“ neue Besitzer gefunden hatte. Grundlage war ein über 300 Seiten starker Hardcover-Katalog, in dem die 1.277 Lose der Versteigerung (darunter nicht nur Einzel-Angebote, sondern auch Großlose, z.B. von Zeitschriften oder Auktionskatalogen mit bis zu 15 großen Kisten an Ware) offeriert wurden.
Dem sog. Startpreis von 170.320 Euro standen bereits an diesem Tag Zuschläge von insgesamt 295.977 Euro gegenüber, was als Traumergebnis zu bezeichnen ist und deutlich bewies, dass seltene und gut erhaltene philatelistische Literatur weltweit seine Liebhaber hat. Weitere Analysen werden dies künftig genauer belegen. Zudem ist wohl noch damit zu rechnen, dass das Endergebnis noch etwas höher ausfallen wird, denn Lose mit Startpreisen von insgesamt 35.670 Euro blieben erst einmal liegen und können im Nachverkauf noch erworben werden. Letztlich wird alles an den Mann oder die Frau gebracht.
