Köhler durchbricht eine weitere Schallmauer! Die Kataloge der 389. Auktion liegen vor!
(wm/pcp) Neun einzelne Kataloge für eine Versteigerung, die vom 17.–18. und vom 21.–26. September in Wiesbaden stattfindet, sind schon eine Messlatte, die für Hochsprünge in der Auktionsphilatelie kaum zu toppen sind. Geradezu rekordverdächtig ist aber der sog. „Hauptkatalog“, der erstmals in der Geschichte des Hauses 850 (!) Seiten übertrifft, damit also noch einmal rund 150 Seiten mehr hat als das „Schwergewicht“ vom März 2026.
Was den neuen Katalog so besonders macht, ist nicht nur das traditionell üppige Alle-Welt-Angebot von ausgesuchten Besonderheiten und kleinen wie großen Raritäten. Nein, es sind die Spezialsammlungen, die in diesen Hauptkatalog integriert sind. Sie haben eine Hervorhebung verdient, denn deren Sammlungsthemen sind teilweise doch sehr ungewöhnlich:
• Irland: Postgeschichte mit Herz und Verstand – Der Nachlass Hans Bergdolt
• Berlin 1948–1990. Die Sammlung Günther Steinbock (Teil I)
• Die Zensuren in der Französischen Zone. Spezialsammlung
• Normstempel der Deutschen Reichspost auf Brustschildmarken. Die Sammlung Michael Rehme
• Hufeisenstempel – Die Sammlung Jens Kuhn (Teil II)
• Vorlagekartons und Foto-Essays des Graphikers Erich Meerwald
• Deutsches Reich Zusammendrucke. Die Sammlung „Imperium Germanicum“
• Die Entwicklung der deutschen Maschinenstempel 1867–1918. Die Sammlung Tim Schofield
• Königreich Bayern 1849–1875. Die Sammlung eines Connaisseurs
• Bayern Zusammendrucke. Die Sammlung „Patria Bavariae“
• Grossherzogtum Oldenburg. Die Sammlung Jens Kuhn (Teil II)
Ein Katalog mit 5.350 Losen, darunter diese erwähnten elf Spezialsammlungen, die bei Interessenten sicherlich den Puls schneller schlagen lassen, verdient Beachtung. Das Thema „Bayern“ ist prominent besetzt, denn in einem eigenen Sonderkatalog wird auch Teil I der Sammlung Hartmut C. Schwenn mit einem Teil Königreich Hannover angeboten. Schwenn war in den 1960er-Jahren der weltweit jüngste und dabei erfolgreichste Versteigerer in der Philatelie. Nur wenige wussten, dass er selbst auch Briefmarken sammelte. Wie kaum ein zweiter verstand er es, seine Auktionen, aber auch sich selbst zu inszenieren. In vier Versteigerungen wird nun sein Bestand angeboten: „Ein philatelistisches Monument in vier Akten!“ – so das Wiesbadener Auktionshaus.
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