(pcp-wm) Vor wenigen Tagen gab der Philatelistische Dienst der Post von Island (Postphil) drastische Änderungen bekannt, die Sammler wie Handel aufhorchen lassen. In der Mitteilung heißt es wörtlich:

„Um zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation der Isländischen Post beizutragen, hat der Vorstand des Unternehmens beschlossen, Postphil in seiner jetzigen Form Ende dieses Jahres zu schließen. Postphil ist seit 2014 im Verlust. Der Umsatz ist aufgrund des Rückgangs der Kundenzahl deutlich gesunken, während die Betriebskosten gleich geblieben sind. Aus heutiger Sicht gibt es keine Gewissheit über die Anzahl der Briefmarkenausgaben in den kommenden Jahren. Es ist jedoch sicher, dass die Anzahl der Emissionen und die Anzahl der Ausgabetermine pro Jahr abnehmen wird.“

Beendet werden also die Leistungen von Postphil „in der jetzigen Form“, was nicht unbedingt heißt, dass es deshalb keine Briefmarken mehr geben wird. Statt das Markenprogramm aufzublähen, über Masse statt Klasse zu verkaufen und immer mehr „Firlefanz“ an Produktvarianten zu produzieren, geht Postphil einen anderen Weg: Man beabsichtigt, das Programm zu straffen und Kosten, vielleicht auch für die aufwändig erstellten „Briefmarkennachrichten“, die in mehreren Sprachen erscheinen, einzusparen. Man mag es aus philatelistischer Sicht bedauern, aber dies sind Trends, die sich seit Jahren mehr und mehr abzeichnen.