In Erinnerung an Michael Sefi, den früheren Kurator der „Royal Collection“

(wm-pcp) Er wurde am 11. Dezember 1943 in London geboren und starb am 9. Mai 2026. Seine Vorfahren stammen aus dem Iran (Persien). Einer gelangte Anfang des 18. Jahrhunderts nach Damaskus. Sefis Ururgroßvater ging 1840 nach London und wurde später sogar Mitglied der Londoner Börse. Sammler war Michael Sefi seit der Jugend (er erhielt die Dubletten der Sammlung seines Großvaters, als diese verkauft wurde). Zum ernsthaften Sammeln kehrte er in den 1960er-Jahren zurück und spezialisierte sich besonders auf Großbritannien und hier speziell auf die Ausgaben von George V. Beruflich war er als Bilanzbuchhalter tätig und assoziiert mit Deloitte & Touche in den 80er-Jahren. 1996 wurde Sefi stellv. Verwalter der Königlichen Sammlung, am 1. Januar 2003 wurde er unter drei Kandidaten als Nachfolger von Charles Goodwyn RDP, zum „Royal Keeper“ bestimmt und blieb dies bis September 2018. Sefi bereitete seitdem zahlreiche öffentlichkeitswirksame Präsentationen der Royal Collection verantwortlich vor, u.a. „The Queen’s Own“, eine Ausstellung der Sammlung 2004 im National Postal Museum in Washington, aber auch eine weitere viel beachtete Präsentation der königlichen Sammlung 2015 zum Deutschen Philatelistentag in Gotha. Sefi stand auch immer namhaften Vereinen und Verbänden nahe. In der Royal Philatelic Society London war er in diversen Positionen tätig, zeitweise auch als Präsident dieses ältesten philatelistischen Vereines der Welt. Der Philatelic Society of Great Britain stand er als Präsident von 2000–2002) vor. Die Wertschätzung seienr Arbeit für die königlichen Familie drückte sich in seiner Ehrung als Lieutenant of the Royal Victorian Order (LVO) aus, einer hohe Auszeichnung in einem britischen Ritterorden, die vom Staatsoberhaupt persönlich für außergewöhnliche, bedeutende oder unmittelbar persönliche Verdienste um die königliche Familie verliehen wird.