VORSCHAU: Peter Feuser Gedächtnisauktion am 31. Oktober 2026 in Stuttgart

(wm-pcp) Die Internetseite von Peter Feusers Südphila-Auktionen & Verlag ließ die Kunden des Hauses wissen: „Das Unternehmen wird vorerst weitergeführt. Wir bitten um Verständnis, dass die Bearbeitung von Anfragen und Geschäftsvorgängen aufgrund der aktuellen Situation teilweise etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen kann. Für Nachrichten, Anfragen und sonstige Anliegen stehen wir Ihnen weiterhin gerne per E-Mail unter feuser-auktionen@t-online.de zur Verfügung.“ Gleichzeitig verwies man auf eine „besondere Nachlass-Auktion“ des Württembergischen Auktionshauses Ende Oktober 2026.

Der Katalog dazu liegt seit kurzem gedruckt vor. Er enthält 306 Lose, überwiegend von Altdeutschland. Darunter kleinere Einzellose von Marken und Briefen ab zweistelliger Euro-Höhe, aber auch seltenere Stücke im vierstelligen Bereich. Für den potentiellen Interessenten ist es erfreulich, dass jedes Los in Farbe großformatig abgebildet ist.

Eher überraschend ist allerdings, dass Feusers Bibliothek („einige Tausend in über fünf Jahrzehnten zusammengetragene Werke … beginnend ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Neuzeit … Dabei eine Vielzahl von Raritäten, welche teilweise nur noch in einer Handvoll Exemplaren erhalten geblieben sind …“ in einem Lot für 50.000 Euro Ausruf angeboten wird. Das Auktionshaus meint dazu nur: „Bei einem Einzelverkauf sollte sich leicht in hoher sechsstelliger Betrag erzielen lassen.“

Ähnlich optimistisch äußert sich das Haus zu Feusers gesamten Bestand des Verlags-Buchhandels, der unter Los Nr. 304 für 20.000 Euro ausgerufen wird. Einige tausend Exemplare verschiedener Verlagstitel sind in unterschiedlichen Mengen der Einzeltitel dabei, deren addierten Einzelverkaufspreis das Auktionshaus mit rund 820.000 Euro angibt. Dazu prognostiziert das Auktionshaus: „Dem glücklichen Käufer dürfte, bei einer Detaillierung z.B. über das von Peter Feuser im Vertrieb kaum genutzte Internet, ein warmer Geldregen ins Haus stehen.“ – Angesichts solcher vollmundiger Vorhersagen fragt man sich nur, warum das Württembergische Auktionshaus diese warmen Regenfreuden nicht selbst nutzt?

Eines wird so mancher Leser vermissen: Nicht nur ein typisches „Feuser-Titelblatt“ des Auktionskataloges, sondern auch eine angemessene Biografie und Würdigung seines Lebenswerkes.

Abbildungen aller Lose und Atteste unter www.briefmarkenauktion.de. E-Mail: info@briefmarkenauktion.de