VORSCHAU: 201. Dr. Reinhard Fischer-Auktion am 4.–5. September 2025

(Bonn/pcp) Der Katalog zu dieser 201. Auktion ist bereits online. Interessenten finden ihn unter https://auktion.reinhardfischerauktionen.de. Mehr als 6.300 Lose stehen zum Verkauf. Das Angebot beinhaltet zahlreiche Raritäten, Besonderheiten und ein Qualitäts-Angebot gesuchter Ausgaben.

Die Altdeutschland-Philatelie bietet Spitzenstücke wie den „Bayern Einser“ in gleich sieben Exemplaren. In außergewöhnlich schöner Luxus-Qualität findet sich der ebenso begehrte „Sachsen Dreier“ MiNr. 1a auf Drucksache zum Ausruf von 7.000.-. Der altbekannte Liebhaberbeleg wird von Attesten aus 1939, 1943 und einem aktuellen Fotoattest Vaatz BPP begleitet.

Für die Sammler des deutschen Reiches bietet die Auktion ein wiederum sehr reichhaltiges Angebot, beginnend mit einem hochwertigen und stark spezialisierten Teil Kaiserreich aus der Auflösung einer engagiert zusammengetragenen Sammlung. Spektakulär ist Los 746 der Auktion, eine Abart welche nur alle Jubel-Jahre zu erwerben ist: die Blockausgabe „3. Rennen um das Braune Band“ ungezähnt (MiNr. Bl.4U), von welcher nur drei Exemplare bekannt geworden sind. Für das postfrische Spitzenstück der Philatelie des III. Reiches werden Gebote ab 8.000.- Euro entgegengenommen. Traditionell stark besetzt ist bei der Dr. Reinhard Fischer das Angebot der Deutschen Kolonien und Nebengebiete. Unter den Kolonialausgaben hervorzuheben ist ein Paar der an sich schon raren unverausgabten 15 Piaster auf 3 Mark violettschwarz der Deutschen Post in der Türkei. Dabei findet sich der Aufdruck auf den Originalmarken in Type I sowie Type II (MiNr. VI/I + VI/II), dieses tadellos postfrisch erhaltene Typenpaar dürfte einmalig sein und stellt eine der größten Seltenheiten der Kolonial-Philatelie dar. Entsprechend werden Gebote erst ab 24.000.- Euro entgegengenommen.

Die Auflösung der wohl größten je zusammengetragenen Sammlung des Abstimmungsgebietes Oberschlesien geht in die zweite Runde, diesmal mit einem Schwerpunkt auf echt gelaufenen Belegen der Insurgentenausgabe, mehreren hundert Stempellosen sowie Raritäten: exemplarisch sei hier ein Bedarfsbeleg mit einer dekorativen Vierfarben-Frankatur der Freimarkenausgabe „Hüttenwerke und Friedenstaube“ erwähnt, auf welchem die 75 Pfg-Marke in der seltenen Variante schwarzgrün vorliegt (MiNr. 24b + 17b, 18, 20a). Für den Beleg wird um Offerten ab 1.200.- Euro gebeten. Sammler der Deutschen Besetzung Frankreichs in Dünkirchen dürften beim Blick in den neuen Michel-Spezialkatalog eine Neuaufnahme der 55 + 45 C. (MiNr. B48) und 1,75 Fr. + 50 C. (MiNr. G48) Wohltätigkeitsausgabe mit Handstempelaufdruck festgestellt haben. Beide Werte waren bisher weder in der Literatur verzeichnet noch den Prüfern des Gebietes bekannt, und bei beiden Werten handelt es sich um Unikate – die entsprechend der Michel-Redaktion als Vorlagestücke dienten. Die 55 C. liegt in ungebraucht vor, die 1,75 Fr. ist ungebraucht ohne Gummierung erhalten – die Mindestgebote für die beiden Neuentdeckungen liegen bei 6.000.- bzw. 4.000.- Euro.

In der Nachkriegsphilatelie kommt ein weiterer Teil der Sammlung „Thüringer Wald“ der Bezirkshandstempel der SBZ zur Auktion. In mehr als 500 Losen offeriert Dr. Fischer die erste Partie der wohl besten Spezialsammlung des Bezirks 16 mit Seltenheiten bis hin zu einem Paketkartenabschnitt mit einem Paar des 30 Pfg mit Aufdruck aus Gispersleben aus der seltenen ArGe Gruppe 14 in bunter Frankatur mit 20 und 25 Pfg mit Aufdruck aus Erfurt 1, der Ausruf liegt hier bei 800.- Euro. Alle Lose der Sammlung werden kompetent geprüft angeboten. Die Saarphilatelie bietet einen aufsehenerregenden Beleg mit dem „Hochwasserhilfe“-Blockpaar (MiNr. 1/2) nach Coronel Bogado in Paraguay. Der mit Beifrankatur portogerecht frankierte Übersee-R-Luftpostbrief liegt in einwandfreier Bedarfserhaltung vor und ist ab 3.000.- Euro zu erwerben. Recht selten im Angebot sind komplette und tadellose Zusammendruckgarnituren der Berliner Bautenserie von 1949 bzw.1952, umso mehr dürften die Lose 4880 und 4888 zu Startgeboten von 1.300.- und 1.000.- Beachtung finden.

Für die Sammler nichtdeutscher Gebiete hat Dr. Fischer wieder ein schönes Österreich- und Schweiz-Angebot zusammengetragen, letzteres mit einem der populären „Basler Täubchen“ aus der Erstauflage gebraucht mit rotem Zweikreisstempel zum Ausruf von 1.500.- Euro.

Das Sammlungsangebot bietet hochwertige Gelegenheiten für Sammler und Wiederverkäufer. Nahezu alle der fast 800 Lose stammen aus Sammlerhand. Von Nachlässen ohne jegliche Entnahmen über gut besetzte Ländersammlungen wie u.a. eine umfangreiche, komplett belassene Sammlung Dt. Kolonien mit mehr als 100 Querformaten zum Ausruf von 4.500.- – bis hin zu zum Belegeposten aus der Auflösung eines Händlerlagers mit mehr als 20.000 Belegen findet sich für jeden Spezialisten und Sammler eine interessante Offerte.

Fast 350 Sammellose sowie alle Einzellose inkl. deren Atteste kann man im Onlinekatalog von Dr. Fischer besichtigen, diesen und weitere Informationen zur Auktion und zum Auktionshaus finden Interessenten auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de.

Kontakt: Dr. Reinhard Fischer Auktions- und Handelshaus e.K., Joachimstraße 7, 53113 Bonn, Tel. 028/2330, Fax: 028/2381