VORSCHAU: 185. Felzmann-Auktion: Auftakt am 17. November 2025 in Neuss
(Gerhard Binder / wm-pcp) Dieses Mal wartet das Traditionshaus mit gleich mehreren Auktionskatalogen auf. Den Auftakt der 185. Auktion macht nicht wie gewohnt die Zeppelinpost, sondern ein anderes historisch bedeutsames Thema: die Post der im III. Reich politisch und rassistisch Verfolgten, angeboten in einem eigenen Sonderkatalog „Das System des Terrors Vol. II“ mit über 600 Belegen aus der Zeit zwischen 1933 und 1945, die eine der schrecklichsten und dunkelsten Epochen in der Geschichte der Menschheit dokumentieren.
Das Auktionshaus Felzmann hat erneut die Aufgabe erhalten, eine bedeutende, in Jahrzehnten gewachsene Forschungssammlung aufzulösen. Enthalten in diesem Angebot sind Dokumente zu den einzelnen Konzentrationslagern, Ghettos, Haftanstalten & Zuchthäuser sowie Belege von Zwangsarbeitern, die in dem System des Terrors im III. Reich wahllos und nach Gutdünken eingesetzt wurden. Auch Täterpost des NS Apparates wird behandelt und beleuchtet die bürokratische Seite des Systems.
Historisch kann daran die schonungslose Ausbeutung der Häftlinge als Zwangsarbeiter belegt werden, ebenso die Entwicklung des Krieges. Mehr und mehr wurde die Versorgung der Häftlinge auf die Angehörigen durch den nun zugelassenen Empfang von Paketen abgewälzt. Gleichzeitig zeigen die Briefe und Karten der Häftlinge, welche perfiden und zynischen Methoden die Nazis anwandten, um Angehörige im Unklaren über das brutale Lagerleben und das Schicksal ihrer Angehörigen zu lassen. Der Satz „Es geht mir gut“ musste zwangsweise eingesetzt werden, Karten von Häftlingen wurden teils erst Wochen oder Monate später an die Angehörigen verschickt. Sämtliche Post wurde zensiert, offene Bemerkungen geschwärzt oder ganz aus dem Briefbogen geschnitten. Zwei Belege Polnische Lagerpost zum Massaker von Katyn belegen die ebenso brutale russische Vorgehensweise im besetzten Polen.
Eine weitere Sammlung behandelt die Proteste der Studenten in Prag im November 1939, bei denen rund 1200 Studenten ins KZ Sachsenhausen deportiert wurden. Weitere Dokumente zeigen Post aus Lagern, von denen nur wenig Post belegt ist, auch sind einige Korrespondenzen nicht aufgeteilt worden und werden für weitere Forschung geschlossen angeboten.
Kontakt: Auktionshaus Felzmann, Bussardweg 18, 41468 Neuss, Tel. 02 11/550 440, Fax 02 11/550 44 11, E-Mail: info@felzmann.de, www.felzmann.de
