Von Bayern bis zur Basler Taube – ein Blick auf die 244. Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktion am 16. und 17. Oktober 2026 in Mülheim a.d. Ruhr
(Mülheim) Mit einem ebenso umfangreichen wie hochkarätigen Angebot lädt das Briefmarken-Auktionshaus Rauhut & Kruschel am 16. und 17. Oktober 2026 zu seiner 244. Auktion nach Mülheim an der Ruhr. Wieder einmal spannt sich der Bogen von der klassischen deutschen Philatelie über Deutsches Reich und deutsche Gebiete bis hin zu Europa und Übersee. Einen besonderen Schwerpunkt bildet traditionell Altdeutschland, das sowohl im Hauptkatalog als auch im Sonderkatalog mit einer bemerkenswerten Zahl attraktiver Einzelstücke vertreten ist. Hinzu kommt am Auktionssamstag ein umfangreiches Angebot an Nachlässen, Sammlungen und Posten. Das Programm umfasst insgesamt weit über 8.000 Losnummern.
Zwei Kataloge – Altdeutschland in großer Vielfalt
Den Auftakt bilden am Freitag (16. Oktober 2026) die Einzellose des Hauptkataloges gefolgt von dem Sonderkatalog „Ausgewählte Einzellose“. Dieser steht erneut ganz im Zeichen besonderer Qualität und Provenienz: Seltene Marken und Einheiten, außergewöhnliche Frankaturen, attraktive Briefe und gesuchte Stempel ziehen sich durch das Angebot. Besonders stark präsentiert sich Bayern. Herausragendes Stück ist Los 35, das nicht von ungefähr die Titelseite des Sonderkataloges schmückt: Drei sehr breitrandige Exemplare des „Schwarzen Einser“ befinden sich auf einem Kabinettbrief von Arnstein nach Würzburg. Die beiden linken Marken zeigen dabei vollständig die doppelten Trennungslinien der Bogenmitte, den sog. „kleinen Zwischensteg“ – ein einmaliges Stück. Zwei Fünferstreifen der 18-Kreuzer-Marke zählen ebenso zu den auffälligen Einheiten, wie ein ungebrauchter Sechserblock der 6-Kreuzer-Marke, Platte 1: Da von dieser Platte keine Restbestände existierten, handelt es sich um die größte bekannte ungebrauchte Einheit dieser Marke.
Auch die anderen altdeutschen Gebiete sind mit bemerkenswerten Stücken vertreten. Ein Glanzpunkt des Sonderkataloges stammt aus Hannover: ein farbfrisches Luxuspaar der 3 Pfennige dunkel-lilarosa auf einer kompletten Ausgabe der „Theater-Chronik“ von 1855. Der Katalog bezeichnet es zu Recht als das schönste bekannte Paar dieser Marke auf Zeitung. Ebenfalls aus Hannover stammt ein breitrandiger Dreierstreifen der 3-Groschen-Marke aus der linken unteren Bogenecke mit Jahreszahl „1859“. Neben seiner außergewöhnlichen Qualität besitzt das Stück eine bemerkenswerte Provenienz: Es gehörte nacheinander zu den berühmten Sammlungen Caspary, Boker und Haub.
Von Altdeutschland bis zur „Basler Taube“
Auch der Hauptkatalog bietet eine große Bandbreite. Den Deutschen Sammelgebieten ab Altdeutschland bis zur Moderne folgen umfangreiche Abteilungen Europa und Übersee. Zu den herausragenden Losen zählt ein seltener 30er-Schalter-Halbbogen der bayerischen 12-Kreuzer-Marke. Bis auf zwei Marken mit winziger Falzspur ist er postfrisch; nur noch wenige derartige Bögen existieren heute. Über Altdeutschland hinaus führt schließlich eines der auffälligsten Stücke des Hauptkataloges: eine „Basler Taube“ der ersten Auflage auf Ortsdrucksache vom 9. Juni 1847. Das ursprünglich aus Liverpool stammende Stück wurde erst in Basel zur Post gegeben und ist laut Katalog ein bislang nicht registrierter Beleg. Nicht ohne Grund schmückt auch dieses Stück die Titelseite des Hauptkataloges.
Nachlässe und Sammlungen am Samstag
Der zweite Auktionstag (Samstag, 17. Oktober 2026) gehört den Nachlässen, Sammlungen und Posten. Zunächst gelangen die Münz- und Briefmarkennachlässe gegen Gebot zum Ausruf, im Anschluss folgen die Sammlungen und Posten. Das Spektrum ist entsprechend breit und reicht von Altdeutschland und Deutschem Reich über deutsche Kolonien, Gebiete und Deutschland nach 1945 bis zu umfangreichen Sammlungen aus Europa und Übersee sowie Motivsammlungen und Alle-Welt-Partien. Auch quantitativ hat dieser Auktionsteil einiges zu bieten. Unter den gegen Gebot angebotenen Nachlässen finden sich umfangreiche Bestände mit teils weit über hundert Alben und Steckbüchern. Ein Nachlass umfasst beispielsweise rund 250 Alben mit umfangreichen Beständen aus Deutschland und Europa; ein weiterer verteilt sich auf etwa 145 Steckbücher und Alben und enthält Material von Altdeutschland über Deutsches Reich, Kolonien und Besetzungsgebiete bis zu den deutschen Nachkriegsausgaben. Daneben finden sich spezialisierte Sammlungen, etwa ein umfangreicher Großbritannien-Bestand von 1840 bis 1951 mit zahlreichen besseren und attestierten Werten. Damit dürfte auch der Auktionssamstag wieder reichlich Entdeckungspotenzial für Sammler und Händler bieten.
Das vollständige Auktionsangebot ist online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com) verfügbar. Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de





