(Berlin/pcp) Volle Säle, glühende Telefon- und Internetleitungen und ein insgesamt lebhaftes Käuferinteresse – so lautet die Bilanz für die 29. Auktion. So florierte insbesondere das Segment der EXKLUSIVITÄTEN erneut. Eines der Glanzlichter setzte eine Bayern Mi-Nr. 2 Type I postfrisch mit einem stolzen Ergebnis von 12.000 EUR. Die hohen Erwartungen bestätigten auch der Bereich Besetzung II.WK Dünkirchen und St. Nazaire mit guten Steigerungen und Verkaufsquoten. Sehr gut aufgenommen wurden außerdem die unverausgabten Marken der Bundesrepublik (z.B. Gscheidle-Marke mit einem Ergebnis von 35.400 EUR).

Die Bieter honorierten außerdem die hervorragende Qualität und Optik des Angebotes des Sonderkataloges OLDENBURG: Ausrufezeichen setzten eine 1/3 Sgr. im waagerechten Dreierstreifen auf Faltbrief (Ergebnis: 16.800 EUR), die einzig bekannte Einzelfrankatur einer 1/3 Gr. als Drucksache mit Adressenschleife (13.200 EUR) sowie eine 1/3 Gr. als seltene und dekorative Einzelfrankatur auf Drucksache (30.000 EUR).

Direkt im Anschluss wartete die außergewöhnliche Sammlung ROHRPOST BERLIN NACH 1945, POSTSCHNELLDIENST UND DEN BERÜHMTEN MÄNNERN VON BERLIN von Peter Koegel. Selbiger verfolgte das Auktionsgeschehen die ganze Zeit persönlich vor Ort und sah seine Erwartungen nicht enttäuscht: „Ich wäre eigentlich mit einem Ergebnis von 50% des Gesamtausrufes zufrieden gewesen. Dies wurde bei weitem überboten“. Vor allem der Bereich des Postschnelldienstes war äußerst erfolgreich (z.B. Lose 1313 und 1418), aber auch die Rohrpost verzeichnete hohe Zuschläge. Erneut Peter Koegel: „Wenn man ein Gebiet in solch epischer Breite anbietet, besteht natürlich die Gefahr, dass sich die Leute nur die schönsten Sachen herauspicken. Dies kann man nicht ändern. Andererseits hatte ich die Ausrufe nicht zögerlich gewählt und sie wurden trotzdem noch deutlich übertroffen. Ganz besonders freue ich mich über das Titelstück des Kataloges [Währungsgeschädigtenblock mit Zuschlag 11.500 EUR]. Ich hätte mein Leben lang nicht gedacht, dass dies so viel bringen kann.“

Der vierte Sonderkatalog ROHRPOST EUROPA & OZEANBRIEFE musste sich ebenfalls nicht vor seinen Vorgängern verstecken, insbesondere die Ozeanbriefe waren stark gefragt mit teils hohen Steigerungen (Lose 2413 und 2416). Groß wie immer waren Begeisterung und Zuspruch für das Angebot von Sammlungen, Nachlässen, Partien und deutschen/ausländischen Kollektionen.