In memoriam Prof. Dr. Ing. Jobst von Heintze

(Helge Schinkel / pcp) Der Bund Deutscher Philatelisten e.V., der Philatelisten-Verband Nordost e.V. sowie der Bund Philatelistischer Prüfer e.V. sowie der Verein „Globus“ Magdeburg e.V. trauern um ihr langjähriges Mitglied Jobst von Heintze, der am 19. Juni 2026 im Alter von 88 Jahren nach längerer Krankheit verstorben ist. Bereits der Vater war ein deutschlandweit bekannter Philatelist, so dass es kein Wunder war, dass Jobst 1954 mit nur 16 Jahren zur organisierten Philatelie gekommen ist. Sein Spezialgebiet waren die Bezirksstempelaufdrucke der SBZ, besonders die Bezirke 16, 36, 37 und 38, für welche er bereits in den Jahren der DDR als Prüfer zuständig war und 1990 nahtlos den Übergang in den Bund Philatelistischer Prüfer vollzog. Als sich Ende 1990 die Philatelie im Osten Deutschlands organisatorisch neu aufstellte, wurde er der erste Vorsitzende des neu gegründeten Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Bereits 1991 wurde er Beisitzer im BDPh und 1997 Vizepräsident. Der Bund Philatelistischer Prüfer wählte ihn 1999 zu seinem Vizepräsidenten, doch bereits ein Jahr später gab Jobst von Heintze alle philatelistischen Ämter auf und widmete sich nur noch seiner Prüftätigkeit sowie philatelistischen Publikationen. Der Harburger Verein zeichnete ihn 1993 mit dem Arthur-Gramsch-Leistungspreis aus. In den letzten Jahren ist es ruhiger um Jobst von Heintze geworden, gesundheitlich stark beeinträchtigt war er kaum noch in der philatelistischen Öffentlichkeit zu erleben. Mit Prof. Dr. Ing. Jobst von Heintze verliert die Philatelie einen anerkannten Fachmann, dessen Schwerpunkt die Deutsche Philatelie nach 1945 war und der, nicht zuletzt durch die vielen von Heintze BPP-signierten Briefmarken Spuren hinterlassen hat.