In Erinnerung an Alfred Peter

(wm-pcp) Er konnte noch das 100. Bestehensjahr der DBZ 2025 erleben, zum Ende starb der in Breitungen / Werra am 26. November 1938 geborene Berufsjournalist am 15. Dezember 2025 in Wandlitz. An einige Stationen seines Lebens sei gerne noch einmal erinnert:
Nach dem Abitur 1956 machte er eine Ausbildung als Chemielaborant im VEB Filmfabrik Wolfen, danach war er dort tätig bis 1963, zunächst in der Produktion, zuletzt als Redakteur der Betriebszeitung. Nach Ableistung des Wehrdienstes von 1965 bis 1985 arbeitete Peter als Redakteur bei der Tageszeitung „Junge Welt“. 1970 schloss er ein Fernstudium an der Sektion Journalistik der Karl-Marx-Universität Leipzig als Diplom-Journalist ab. Ab Juli 1985 war er stellvertretender Chefredakteur, ab Juli 1986 Chefredakteur des „sammler express“ und bis zum Eintritt ins Rentenalter 2003 Redakteur der Zeitschrift DBZ/se.

In dieser Funktion bei der DBZ/se lernten ihn die Mehrzahl der Leser näher kennen. Zahllose Beiträge zum Sammelgebiet DDR erschienen seit 1993 in der Reihe „Was nicht im Katalog steht“ in DBZ/se (jeweils eine Doppelseite, bis 2011 mit Peter Fischer, ab 2012–2019 als alleiniger Autor). Diese Beiträge wurden dann zuerst von beiden, dann von Alfred Peter allein in sieben Dokumentationsbänden von 2002–2019 zusammengefasst, wobei die Arbeitsgemeinschaft DDR-Spezial im Philatelisten-Club Berlin-Mitte tatkräftige Unterstützung leistet. Peter war auch für die Überarbeitung und Ergänzung des Bochmann-Kataloges der Gelegenheitsstempel von SBZ und DDR verantwortlich und setzte in der digitalen Zeitschrift PHILA HISTORICA früheren in der DDR tätigen Briefmarken-Entwerfern und Künstlern ein literarisches Denkmal.

Er war ein stiller, bedachter und stets kollegialer Philatelist und Kenner, den zu kennen ein Gewinn war. Durch seine literarischen Arbeiten für den „sammler-express“ und die DBZ/se wird er unvergessen bleiben. Torsten Berndt schrieb am 9. Juni 2020 für den Philapress-Verlag zu Alfred Peters letzten (siebten) Band der Serie „Was nicht im Katalog steht …“: „Besser als auf den 224 Seiten kann man die Geschichte der DDR-Emissionen nicht studieren …!“