(aphv/wl) Die Deutsche Post AG ist mit dem BMF im Gespräch, zukünftig neue Postwertzeichen mit einem Matrixcode zu versehen. Erste Prototypen wurden bereits vorgestellt und in einschlägigen Foren auch gezeigt und besprochen. Die Notwendigkeit für diese Umstellung liegt in der hohen Summe von ungültigen und zum Schaden der DPAG verwendeten Marken. Es handelt sich hier um der Stempelung entgangene Marken (welche nicht wiederverwendet werden dürfen), Marken mit ausgewaschenen Tintenstrahl-Entwertungen (aus Osteuropa in großer Stückzahl auf Internet-Plattformen angeboten) und Komplettfälschungen, meist aus Ostasien. Bei einer Summe der auf Postsendungen verwendeten Marken von jährlich ca. 1,5 Mrd. € stellt hier ein Prozentsatz an ungültigen Postwertzeichen von 4–5 % eine immense Summe dar, welche durch die geplanten Maßnahmen stark verringert werden soll.
Wir erinnern uns nur allzu gut an die Situation des Umtausches von Marken in DM bei der Einführung des Euro und die damit verbundenen katastrophalen Auswirkungen auf den Sammler- und Portomarkt. Eine Wiederholung dieser Situation wäre bei Einführung von Marken mit Matrixcode durchaus denkbar gewesen. Auf mehrfache mündliche Anfrage von Wolfgang Lang erklärte das hierfür per Postgesetz § 43 zuständig erklärte BMF mit Bestimmtheit, dass alle in € ausgegebenen Postwertzeichen auch nach einer möglichen Einführung eines Matrixcodes ihre Gültigkeit behalten werden. Diese Nachricht ist deshalb wichtig, weil hiermit eine weitere Enttäuschung bei den Sammlern und auch Entwertung der Bestände unterbleibt.