(Düsseldorf/pcp) Große Briefmarken– und Münzauktion vom 15. – 19. März 2022: Zum bereits 174. Mal wurde das Auktionshaus Felzmann in Düsseldorf der Schauplatz von spannenden Bietergefechten. Sowohl im Saal als auch online oder am Telefon wurde eifrig um die besten Sammlungen und Einzelstücke gekämpft, oftmals mit überraschend hohen Zuschlägen. Einen besonderen Erfolg konnte dieses Mal das Spezial-Angebot China erzielen.

Fünf ereignisreiche Auktionstage liegen zurück. Im Auktionshaus Felzmann kamen nach alter Manier Briefmarken – und Münzbegeisterte zusammen und lieferten sich einen bewegten Kampf um ihre Lieblingstücke. Auf der Online-Plattform unter www.felzmann.de oder auch direkt in den Wänden des pulsierenden Auktionshauses fand sich ein internationales Publikum an motivierten Sammlern und eifrigen Kommissionären, die im Sekundentakt im wahrsten Sinne des Wortes kräftig „zuschlugen“.

 

Ein besonderes Augenmerk verdiente in dieser Frühjahrsauktion das Spezial-Angebot China, welches nahezu restlos aufgekauft wurde. Einen Top-Zuschlag konnte hier z.B. ein tolles Mao-Briefmarkenset erzielen, welches von einem 500 Euro Ausruf auf 2.500 Euro gesteigert wurde (Los 3587). Auch das Los 3570 mit der Abbildung chinesischer Freiheitskämpfer startete mit einem Ausruf von 200 Euro und wurde auf 3.400 Euro zugeschlagen. Der schöne Satz mit den Landschaften am Huangshan erzielte einen Top-Zuschlag von 2.700 Euro (Los 3560, Ausruf: 450 Euro). In der kommenden Auktion kann aufgrund der hohen Nachfrage mit einer Fortsetzung des China-Angebots gerechnet werden.

Im Teil Autographen & Autogramme ersteigerte ein passionierter Sammler ein Autogramm der schwedisch – amerikanischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Greta Garbo (1905 – 1990). Das Los fand für 4.200 Euro Zuschlag einen neuen Liebhaber (Los 2516, Ausruf: 2.500).

Aufregend wurde es auch bei den Briefmarken-Einzellosen, denn hier lieferten sich sowohl Online- und Telefonbieter als auch Saalbieter ein spektakuläres „Tänzchen“ um die Briefmarken-Highlights dieser Frühjahrsauktion. Im Teil Flug- & Zeppelinpost wurde der erste deutsche Brief nach Grönland von 1932 (Los 3028, Ausruf: 1.500 Euro) mit einem Zuschlag 2.300 Euro versteigert, der Flugpost Brief Bork-Brück von 1912 (Los 3078, Ausruf: 2.800 Euro) erhielt sogar einen Zuschlag von 5.000 Euro. Zeppelinpost kam diesmal u.a. mit einem Brief Amerikafahrt von 1928 (Los 3171, Ausruf: 850 Euro) und wurde mit einem Zuschlag von 2.100 Euro versteigert.

Spaniens bekannte 5 Reales Isabella 1851 Marke mit dem legendären Farbfehldruck „castaño rojo oscuro“ wurde für 4.000 Euro Zuschlag dem neuen glücklichen Besitzer zugesprochen (Los 3803, Ausruf: 4.000 Euro), aus Frankreich kam eine 1 Fr vermillion Marke in ringsum voll – bis breitrandigen Schnitt in sehr schöner farbintensiver Kabinett-Erhaltung unter den Hammer (Los 3695, Ausruf: 5.500 Euro, Zuschlag: 5.600 Euro). Im Teil Übersee überzeugte eine tolle Marke der damalige britischen Kolonie Kanada von 1851 (Los 3653, Ausruf: 1.000) die interessierten Bieter und konnte schließlich mit einem Zuschlag von 2.200 Euro versteigert werden.

Eine ganz besonderes Top-Ergebnis lieferte diese Auktion der Teil Deutsches Reich. Ein ambitionierter Sammler ersteigerte die berühmt berüchtigte 25 Pfg Olympische Winterspiele mit verkehrtem Wasserzeichen bei einem Zuschlag von 10.000 Euro (Los 4129, Ausruf: 10.000 Euro). Die große Brustschilde-Seltenheit 1 Gr karmin, Feld 141, wurde ebenfalls hoch zugeschlagen und an einen glücklichen Bieter versteigert (Los 3960, Ausruf: 500 Euro, Zuschlag: 2.800 Euro).

Auch die Briefmarken-Sammlungsauktion konnte an den letzten zwei Auktionstagen außergewöhnliche Ergebnisse erzielen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielten die „Dresdner Essenz“ Sammlung, welche unter den Losen 6041 – 6073 zu finden war und die Sammlung „Imponderabilia III“. Beide Sammlungen wurden durchweg gesteigert und praktisch komplett verkauft.

Ein großer Erfolg konnte ebenso im numismatischen Segment erzielt werden. Am 15. März eröffneten die Münzen, Orden und Medaillen sowie Varia die diesjährige Frühjahrsauktion. Dieses Mal neu dabei war der Weltbanknoten-Spezialkatalog „Bruno“. An zwei spannenden Tagen durften Münzbegeisterte an der Auktion teilnehmen und kräftig zuschlagen. Bei den Münzen-Einzellosen brachte ein äußerst seltener Reichstaler mit dem Regenten Erich der Jüngere 2.500 Euro (Los 708, Ausruf: 750 Euro). Feinste Goldstücke wie das Los 936 aus Preußen mit Wilhelm I. (Los 936, Ausruf: 4.000 Euro, Zuschlag: 7.000 Euro) oder Los 768 mit dem Regenten Raban von Helmstatt (Los 768, Ausruf: 1000, Zuschlag: 4.600 Euro) konnten tolle Zuschläge erzielen. Ein weiteres

Top-Stück im Gold-Segment erreichte großes Aufsehen: Los 1043 – ein tolles 100 Euro Nominal der Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 – kam mit einem Zuschlag von 17.500 Euro unter den Hammer (Ausruf: 13.600 Euro.) Von großer Beliebtheit waren auch Einzelstücke der Weltbanknotensammlung „Bruno“. Der Hannoversche 20 Thaler von 1857 wurde für einen Zuschlag von 5.800 Euro versteigert (Los: 1, Ausruf: 3.200 Euro), aus Danzig kam eine 10 Millionen Mark und wurde mit 5.200 Euro zugeschlagen (Los 28, Ausruf: 2.000 Euro).

Der Nachverkauf der 174. Auktion läuft noch bis zum 11. April 2022. Auf die meisten unverkauften Lose gibt es einen Nachlass von 10 % auf den Ausrufpreis, ausgenommen sind lediglich limitierte Lose. In der Zeit vom 1. bis 8. April 2022 wird eine Nachverkaufsbesichtigung nach Terminvergabe angeboten. Termine unter 0211-5504420.