Die IBRA-Internetseite ist einen Blick wert!
(wm-pcp) Am 13. April 2026 teilte der Bund Deutscher Philatelisten mit, dass die geplante IBRA 2028 das FIP-Patronat erhalten habe. Zwischenzeitlich hat auch der Verband der nationalen Philatelisten-Verbände in Europa, die FEPA, ihre Anerkennung ausgesprochen. Die Beantragung des Patronates der AIJP, des Weltverbandes der Autoren und Journalisten der Philatelie, ist vorgesehen und nur noch eine Frage der Zeit. Damit wird die IBRA 2028 eine Ausstellung mit allen Klassen, für die Sammler Exponate mit entsprechend nötiger Vorausbewertung anmelden können.
Ein erfahrenes Team
Termingerecht wurde auch die Internetseite der IBRA 2028 fertig, deren Information in deutscher oder englischer Sprache lesbar ist. Nach der Begrüßungsseite findet sich unter „Start“ das derzeitige IBRA-Team, dem neun Personen, angeführt von Alfred Schmidt, dem Präsidenten des BDPh, und Dieter Schaile, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Südwest, angehören, denen aber noch kein Verantwortungsbereich zugeordnet ist. Dies wird erst bei den kommenden Team-Sitzungen geschehen, wobei allerdings schon zwei Organisationsleiter intern benannt sind: Jan Billion für den Messe- und Handelsbereich, der von der Messe Sindelfingen verantwortet wird, Wolfgang Maassen für den BDPh-Bereich. Zwei „alte Hasen“, die schon zahlreiche Großveranstaltungen begleitet und organisiert – manche sagen, auch mit ihren Ideen befeuert – haben, werden also einmal mehr gemeinsam den kommerziellen und ideellen Bereich schultern.
Unterstützt werden sie von Kirsten Schönherr, die auch für die Internetseite verantwortlich zeichnet, von Konrad Krämer, Frank Blechschmidt, Günther Korn, Katharina Erb und dem neuen Geschäftsführer des BDPh, Frank Alkenbrecher, der in Kürze Reinhard Küchler nachfolgen wird.
Digitale Anmeldung ist erforderlich
Erstmalig in der Geschichte der vom BDPh veranstalteten Ausstellungen werden die Anmeldungen für Exponate nur digital angenommen. Jeder interessierte Aussteller hat die Möglichkeit, sein Objekt für eine der Ausstellungsklassen zu melden, wobei es zwei unterschiedliche Formulare gibt, denn für Literaturobjekte sind andere Informationen erforderlich als für Briefmarken-Exponate der anderen Klassen.
Alles ist sehr übersichtlich in einzeln auszufüllende Felder aufgeteilt, so dass es nicht schwerfallen dürfte, diese auszufüllen. Die Ausstellungsbedingungen der FIP sowie die speziellen Konditionen der IBRA lassen sich leicht herunterladen und man erfährt schnell, dass die Teilnahmegebühr für die Mehrzahl der Wettbewerbsklassen 100 Euro pro 16er-Rahmen beträgt, für Objekte in der Experimentalklasse (Klasse 12: jeweils 1–3 Rahmen) 130 Euro je Rahmen und für Philatelistische Literatur (Klasse 13) 40 Euro je Exponat, ab dem zweiten Literatur-Exponat sogar nur 30 Euro. Als General-Kommissar ist bereits Frank Blechschmidt, Vizepräsident des BDPh, benannt.
Es ist vorgesehen, auch das künftige Handling für die angemeldeten und dann zuzulassenden Exponate rein digital abzuwickeln, was im Vergleich zu früher eine enorme Arbeitserleichterung und eine Reduzierung der Fehlerquellen bedeuten dürfte.
Ein abwechslungsreiches Programm
Jury und Kommissare stehen natürlich noch nicht fest. Ebenso wird man erst nach der Ausstellung unter „Palmarès“ die Grand-Prix-Gewinner und die vollständige Ergebnisliste der Aussteller finden. Die nationalen Verbände in der Welt werden erst einmal in den kommenden Monaten informiert und bei FIP-Weltausstellungen in Boston, Macao, Taipeh und anderen sind dort anwesende Team-Mitglieder gerne bereit, Auskunft zu geben.
Das unter dem Reiter „Ablauf“ bereits jetzt skizzierte Programm verdeutlicht, dass solch eine Weltausstellung allein von den Veranstaltungstagen mehr als eine Woche umfasst, genau genommen vom 23. –31. Oktober 2028. Denn Auf- und Abbautage sind ebenso einzubeziehen, die Jury braucht Zeit für ihre Arbeit und von Donnerstag bis Sonntag sind Ausstellung und Messe geöffnet. Nicht zu vergessen der FIP-Kongress am 30. Oktober. Die Vielfalt der Termine verdeutlicht, wie abwechslungsreich das Programm sich bereits jetzt durch sog. „Pflichttermine“ abzeichnet und dass Besucher mehr als nur einen Tag einplanen sollten.
Magnet Messe – immer ein Anziehungspunkt
Rund 80 Fachhändler, Verlage und Postverwaltungen werden mit ihrem Sortiment an Briefmarken, Münzen, Ganzsachen und Zubehör erwartet. Allen voran natürlich der „Platzhirsch“, die „Deutsche Post“ / DHL, die mit ihren Sonderstempeln und Messebelegen das Salz in der Suppe ist. Nicht zu vergessen die namhaften Auktionshäuser, die sich gerne den Fragen der Besucher stellen und mit Rat sowie guten Tipps zur Seite stehen.
Die Projektleitung der Messe in Ulm liegt in den Händen der mit Philatelie wahrlich seit Jahrzehnten erfahrenen Sindelfinger Messe, für die Manuela Schabla (manuela.schabla@messe-sindelfingen.de, Tel +49 7031 791 118) leitend tätig ist. Die Beratung nimmt auch gerne Jan Billion wahr (info@briefmarken-messe.de, Tel. +49 2 10 25 06 75), den ja viele von den bisherigen Messen, zumal in Essen, her gut kennen.
Beim Stichwort „Beratung“ dürfte eines später auch noch auf der Internetseite zu finden sein: Die Nennung der vor Ort mit einem Stand präsenten Verbände – allen voran der BDPh selbst – sowie die Stände der Arbeitsgemeinschaften, die als Spezialisten über ihre Sammelgebiete und neuere Literatur unterrichten.
Hotels in Ulm
Frühzeitig ein Hotel zu buchen, ist bei Großveranstaltungen aller Art immer zu empfehlen. Derzeit werden auf der Internetseite der IBRA 2028 drei Hotels genannt, das Maritim-Hotel, ein Tagungshotel an der Donau, unweit von der Messe und der Altstadt gelegen. Im Maritim finden Sitzungen der FIP-Kommissionen und das Palmarès sowie der FIP-Kongress statt. Alternativ wird das Hotel Lago genannt, direkt an der Donau und unmittelbar neben der Messe Ulm gelegen, allerdings an Messeterminen immer schnell ausgebucht, wie ein Blick auf die Woche der Internationalen Briefmarken-Börse Ulm in diesem Jahr zeigt.
Last but not least empfiehlt sich durchaus das B&B-Hotel, ein günstiges Stadthotel, von dem man mit der Straßenbahnlinie 1 die Messe leicht erreichen kann. Parkplätze stehen auch dort kostenpflichtig zur Verfügung.
Sicherlich werden zu Hotels künftig noch weitere Informationen verbreitet, denn noch ist es mehr als zwei Jahre bis zur Ausstellung hin.
Bleibt erst einmal festzuhalten, dass die IBRA 2028 an den Start gegangen ist und das IBRA-Team nun mehr als zweieinhalb Jahre Arbeit vor sich hat. Man darf gespannt sein, was letztlich herauskommt.
