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Heinrich Köhler Wiesbaden versteigert einmalige deutsche Briefmarke
(Wiesbaden) Wegen orthographischer Fehler wurde die Ausgabe „Weihnachtskugeln“ von der Deutschen Post im November 2016 zurückgezogen. Eine korrigierte Fassung wurde danach ausgegeben, doch von den zurückgezogenen Marken tauchten im letzten Jahr u.a. ein kompletter postfrischer 10er-Bogen und ein 9er-Bogen auf. Zusätzlich ein Paar dieser Ausgabe. Die Marken wurden auf einer bedruckten Trägerfolie hergestellt.

Warum ist jetzt nun die Marke, die vom Auktionshaus Heinrich Köhler, Wiesbaden bei der 366. Auktion am 23. März 2018 als Los Nr. 2478 versteigert wird, so besonders und einzigartig? Diese Marke wurde als eine von ganz wenigen Marken auf einer unbedruckten weißen Trägerfolie produziert. Diese Produktionsart ist normalerweise für einzelne selbstklebende Marken für Briefmarkensammler vorgesehen. Oder – wie in diesem Fall – als Mustervorlage für eine ganz geringe Zahl von bevorzugten Empfängern. Aufgrund der Fehler auf der Marke wurden alle ausgelieferten Mustermarken zurückgerufen und zurückgeschickt – fast alle.

Laut Attest des renommierten Briefmarkenexperten Hans-Dieter Schlegel ist dieses Exemplar der einzig bekannte Fehldruck ohne bedruckte rückseitige Trägerfolie. Zusätzlich weist die Marke auf der Vorderseite einen leicht verwischten Aufdruck „MUSTER“ auf. Experte Schlegel bescheinigt die Echtheit der Marke und deren einwandfreie Qualität.

Die Welt der Philatelie schaut gespannt nach Wiesbaden. Gibt es eventuell einen neuen „Weltrekord-Preis“ für eine Briefmarke der Bundesrepublik Deutschland? Bisher hält die unverausgabte „Audrey Hepburn“-Marke mit über 150.000 Euro diesen Rekord. Die in Wiesbaden angebotene Mustermarke ist in dieser Zusammenstellung ein UNIKAT und daher wesentlich seltener als die legendäre Blaue Mauritius, die über ein Dutzend Mal bekannt ist!

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