(rk/pcp) Die Produktion von beliebigen Briefmarken und Blocks für Angola durch die Agentur Stamperija wurde zumindest auch im Jahr 2019 fortgesetzt. Die Themenauswahl ist weiterhin beliebig, auf echt gelaufenen Belegen können die Ausgaben nicht nachgewiesen werden. Damit ist klar, dass der Verkauf nur an Sammler vorgesehen ist, ein postalischer Bedarf besteht nicht. Sollte es noch Philatelisten geben, die sich mit den modernen Ausgaben von Angola beschäftigen, werden diese mit großer Wahrscheinlichkeit jetzt ihre Alben schließen. Auf der anderen Seite muss sich die massenhafte Produktion aber lohnen – für die Agentur wie für die Postverwaltung. Weiterhin merkwürdig ist die Informationspolitik der Agentur Stamperija. Ein Beispiel: Die Ausgaben angeblich vom 20. Dezember 2019 wurden auf der Homepage www.stamperija.eu sowie im Newsletter teilweise erst am 31. Januar und am 7. Februar 2020 gemeldet.

Bis Ende Oktober sind keine neuen Ausgaben des Jahres 2020 für Angola bekannt geworden. Während dies auf der einen Seite eine gute Nachricht ist, kann es auf der anderen Seite aber auch bedeuten, dass sich in den nächsten Monaten erneut eine große Flut von angeblichen Briefmarken über den Markt ergießt und offenkundig fiktive Ersttage aus der Vergangenheit angegeben werden. Der im November 2019 publizierte erste digitale Sonderdruck zu den Agenturausgaben von Stamperija kann selbstverständlich weiterhin kostenlos angefordert werden. Ein Ausdruck erfolgt nicht.

Die kostenlose digitale Zeitschrift „Moderne Angola-Philatelie (MAP) erscheint seit 2016 und wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Portugal und ehemalige Kolonien e.V. herausgegeben. Alle Ausgaben der MAP können – auch rückwirkend – jederzeit kostenlos bestellt per E-Mail über die Adresse reinhardkuechler@yahoo.de