21 Lose für rund 1,5 Millionen Euro

(wm) Ausgesuchte und in einem Sonderkatalog des Auktionshauses Schlegel in Berlin zusammengestellte Raritäten der Deutschland-Philatelie ex Peter Zgonc kommen am 8. Februar 2019 im Patrick Hellmann Schlosshotel unter den Hammer. Der Katalogtitel spricht von „Deutschen Großraritäten“ und in einer Werbemail des Hauses heißt es zu den angebotenen Pretiosen:
„Kein Wunder, handelt es sich bei diesen Kostbarkeiten doch um die Top-Seltenheiten der ganz großen Raritäten des Deutschen Reiches. Gleichzeitig sind diese Stücke einmalige Wertobjekte, denen auch Investoren ihre Aufmerksamkeit schenken – auf der Suche nach attraktiven Anlagealternativen in den aktuellen Zeiten der Niedrig- oder sogar Nullzinspolitik. Der Wiener Unternehmer Peter Zgonc stellte einzigartige Briefmarken-Kollektionen zusammen, die ihresgleichen suchen. Seine philatelistischen Top-Stücke sind in Sachen Seltenheit, Qualität und Erhaltung sogar vergleichbar mit einer Weltrarität wie dem Baden-Fehldruck 9-Kreuzer auf Brief. Eine andere Preziose, eine der seltensten deutschen Briefmarken überhaupt, spielt in der ‚Mauritius-Liga‘. Ja selbst in der ‚Tre-Skilling-Banco-Klasse‘ haben wir Einiges zu bieten. Lassen Sie sich die einmalige Gelegenheit nicht entgehen und machen Sie diese Großraritäten zu Ihren ganz persönlichen ‚Wertobjekten‘.“

Die vollmundige Marketingsprache mit den getroffenen Vergleichen wird der Kenner zu beurteilen wissen. Tatsache ist, dass in diesem Katalog zahlreiche Abarten und seltenste Varianten bestimmter Marken des Deutschen Reiches enthalten sind, die eine Beachtung verdient haben. Ob allerdings eine „1 M./Gelber Hund“ von 1912 mit doppeltem Aufdruck und einem Ausruf von 8.000 Euro in der Liga des „Baden-Fehldruckes“ u.a. spielt, sei einmal dahingestellt. Wer aber sechsstellige Beträge, z.B. 250.000 Euro, für eine 20-Mark-Bayern-Sarre, gestempelt auf Briefstück, ausgeben will (bzw. kann) oder für einen Brief von 1915 mit der 5-M.-Marke „Reichsgründungsgedenkfeier im Kriegsdruck mit kopfstehendem Mittelstück“, der ist hier genau richtig. Das Titelfoto, ein Vineta-Provisorium als zusammenhängendes Paar aus der linken oberen Bogenecke, dabei linke Marke mit kopfstehendem Aufdruck, ist vergleichsweise „preiswert“: Ausruf: 50.000 Euro. Man darf gespannt sein, welche Zuschlagsergebnisse am 8. Februar 2019 in Berlin zu verzeichnen sind.

Kontakt: Schlegel, Berliner Auktionshaus für Philatelie GmbH, Kurfürstendamm 200, 10719 Berlin, Tel. 0 30/88 70 99 62, E-Mail: mail@auktionshaus-schlegel.de, www.auktionshaus-schlegel.de