2026 ist ein „Glasewald-Jahr“
(wm-pcp) Vor 100 Jahren, am 16. September 1926 verstarb in Gößnitz Arthur Ernst Glasewald, der schon zu Lebzeiten legendäre Gründer des Mitteldeutschen Philatelisten-Verbandes im Dezember 1889 (ab 1899 Deutscher Philatelisten-Verband), der Gründer und Vorsitzende des Internationalen Vereins für Lokalmarken-Kunde (Privatpost) ab 1888 und ihm zugeschriebener weiterer mehr als 100 Vereine. Glasewald war Briefmarkenhändler, Prüfer, aber auch Aussteller und Autor.
Ihm zu Ehren und zur Erinnerung an einen der bedeutendsten Philatelisten in Deutschland veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Privatpost – Merkur am 10./11. April 2026 ein Treffen in Gößnitz mit Vorträgen sowie Fakten zu Glasewald und seinem Wirken, eine Besichtigung seiner früheren 1902 gebauten und 1903 von ihm und seiner Familie bezogenen Villa, die gerne auch als erstes „Haus der Philatelie“ bezeichnet wird, und seiner Grabstätte. Mit im Fokus das örtliche Heimatmuseum, in dem noch so manches Relikt an Glasewald, seine Zeit und Tätigkeit erinnert.
Im September wird er noch einmal im Blickpunkt der Betrachtung stehen. Denn dann feiert das Consilium Philatelicum am 11.–13. September 2026 in Siegburg sein 40jähriges Bestehen, der BDPh und der Verein Siegburger Briefmarkenfreunde ihr 80jähriges Bestehen. Dies mit einer Ausstellung und einer Börse im Stadtmuseum von Siegburg, mit Vorträgen und mit einer Buchpräsentation, zu der auch ein neues umfangreiches Werk des Philateliehistorikers Wolfgang Maassen in der Reihe „Chronik der deutschen Philatelie“ in Siegburg präsentiert wird. In Gößnitz erschien am 10. April eine der „Privatpostwoche“ gewidmete Sondermarke der LVZ Post, in Siegburg wird es voraussichtlich ein individualisierter Briefmarkenbogen zum Thema Glasewald geben. Vermutlich hätte es Glasewald gefreut.

