(wm) Gleich zwei Kataloge sind kürzlich zu Versteigerungen erschienen, die besonders die Freunde der China-Philatelie aufmerksam werden lassen. Während der erste – betitelt nur mit „China“ – mit rund 1.500 Losen sich allen Gebieten der China-Philatelie widmet, von der Klassik bis zur Moderne, ist der zweite einer Spezialsammlung der Ausgaben der 1930–40er-Jahre vorbehalten, die unter dem Titel „Liberated Areas / Chinese People’s Revolutionary War Period“ aus der Sammlung John Berg angeboten werden. Zu jener Zeit gab es in China drei gleichzeitig operierende Postsysteme: das der Chinesischen Nationalpost, die Post von Manchukuo unter japanischem Einfluss und die Post des Volkes in den von der Kommunistischen Partei Chinas befreiten Gebieten. Zum Ende des sog. Befreiungskrieges 1950 entstanden acht postalische Zonen 1950, die unter einer Generaladministration der Post als Post des Volkes sich durchsetzte. Um den Postbetrieb aufrecht zu erhalten, gab man eigene Marken – häufig in kleinen Auflagen – heraus, die vielfältig mit Überdrucken verschiedener Art versehen waren. Damit wurden diese Briefmarken quasi zu einer Art Geschichtsbuch der jüngeren Historie Chinas, hier dokumentiert in einem aufwändig erstellten Hardcover-Katalog. Mehr dazu auf www.auktionen-gaertner.de