(wm-pcp) Ursprünglich war als Planzahl für Wettbewerbsexponate in Rahmen die Zahl 2.800 angedacht. Zwischenzeitlich rechneten die Macher intern – coronabedingt – nur noch mit 2.200 Rahmen. Und dann kam der Anmeldeschluss Ende September 2022, der alle Befürchtungen zur Seite fegte: Es wurden weltweit so viele Exponate gemeldet, dass man dafür 4.300 Rahmen benötigt hätte. Das IBRA-Organisationsteam hatte nun die Qual der Wahl, zwischen dem Wünschenswerten und dem überhaupt Machbaren einen Mittelweg zu finden. Es pendelte sich nach genauer Prüfung bei 3.400 Rahmen für Exponate ein, immerhin fast 20 Prozent mehr als zuerst geplant. Die Auswahl der Exponate ist getroffen, die Liste liegt derzeit der FIP vor, die diese zu prüfen hat.

Die Halle 7 der Messe Essen, die sog. IBRA-Halle, wird deshalb auch komplett genutzt. Inklusive der Halle für die Internationale Briefmarkenmesse, die Halle 8, wird die IBRA ein Flächenangebot von 12.000 m2 (!) bieten, womit selbst Optimisten vor Jahresfrist nicht gerechnet hätten. So wird es nun auch möglich, die Zahl der Arbeitsgemeinschaftsstände zu vergrößern. Denn es hatten noch zehn weitere nach Meldeschluss ihr Interesse bekundet, so dass nun voraussichtlich ca. 65 (!) Arbeitsgemeinschaften die Welt der Philatelie präsentieren.

Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Programm des CPh-FORUM PHILATELIE und auf der IBRA-Bühne im Eingangsbereich (Messe-Foyer). Namhafte Experten aus zahlreichen Ländern, aber auch Kenner und Könner der Großsponsoren Deutsche Post, der Firmen Christoph Gärtner und Heinrich Köhler präsentieren auf der IBRA-Bühne aktuelle wichtige (Ratgeber-)Themen, die für jeden Sammler von Interesse sind. Die Programme werden voraussichtlich schon zum Jahresende bekannt gegeben. Dann dürfte auch die Berufung der Juroren aus aller Welt bekannt sein.
Eng wird es auch in der Halle 8, der Halle der Internationalen Briefmarkenmesse. Eine Reihe von Postverwaltungen und Handelsfirmen hat jüngst ihr Teilnahmeinteresse bekundet. Die Deutsche Post wird allein mit einem Großstand von 300 m2 vertreten sein! Messeagent Jan Billion, Organisationsleiter dieser Traditionsveranstaltung, sieht viele gute Gründe, dass auch diese Messe – allen politischen und sonstigen Schwierigkeiten zum Trotz – den Besuchern einmal mehr die ganze Welt der Philatelie offerieren wird.

Eines ist aber schon jetzt sicher: Diese kommende IBRA 2023 wird die größte Briefmarken-Ausstellung, die seit langer Zeit in Europa stattgefunden hat. Damit reiht sie sich würdig in die Reihe ihrer Vorgänger-Veranstaltungen, der IBRA 73 in München, der IBRA 99 in Nürnberg und der IBRA 09 in Essen, ein. „Glückauf“ – so sagt man im Ruhrgebiet!