(wm-pcp) Zwei Kataloge, eine Fülle von Material, darunter „Exklusivitäten der Philatelie“ (IX) – das hat Beachtung verdient. Der voluminöse Hauptkatalog umfasst die Lose 201–6136m also knapp sechstausend Lose aller Sammelgebiete. Enthalten ist u.a. eine Spezialsammlung BRD mit einer beeindruckenden Fülle an Bogen und Besonderheiten, wie man sie nicht alle Tage sieht. In der Rubrik Zeppelinpost startet das bekannte Berliner Versteigerungshaus mit der Auflösung einer der größten Sammlungen für die Gebiete Saar und Danzig, zudem mit einem gut sortierten Angebot des LZ 127 Graf Zeppelin aus den Jahren 1930–1934.

Eine lange und mit sehr viel Wissen zusammengetragene Sammlung Island wird mit knapp 100 Losen detailliert, mit ähnlich vielen eine große Cuba-Sammlung. Bei Albanien finden sich zahlreiche Lose der Doppeladler-Aufdrucke und bei Frankreich locken dieses Mal zwischenstegausgaben vor allem der Ausgabe Sage.

111 große und kleine „Exklusivitäten“ finden sich im gleichnamigen Sonderkatalog. Nicht nur von Deutschland. Mit diesen Offerten präsentiert Schlegel stets das Ausgefallene, nicht selten sogar das Einmalige, das Wertvoll, eben das, was nicht jeder hat. Natürlich hat das seinen Preis, dafür kann man aber auch Stücke erwerben, die man nicht an jeder Ecke sieht. Exzellent erhalten, zeitnah attestiert und gut beschrieben. Er es dann ganz ausgefallen haben mag, dem sei Los 53 (Saar, 20 Mark Bayern-Sarre auf Briefstück) ans Herz gelegt. Die nicht herausgegebene Rarität ist mit dem Einkreisstempel ROHRBACH b. ST. INGBERT am 10. April 1920 entwertet worden, das Briefstück in perfekter Erhaltung. Nur zwei solcher Briefstücke sind bekannt, dies soll das schönste der beiden sein. Schlegel setzt den Schätzpreis mit 175.000 bis 185.000 Euro an. Am 25. April 2022 findet die Versteigerung in Berlin statt. Dann weiß man mehr! Weitere

Informationen: siehe www.auktionshaus-schlegel.de